Security Infothek

Publikationen rund ums Thema Sicherheit in der Wirtschaft

Die ASWN bietet eine Vielzahl an Publikationen an. Schauen Sie selbst und informieren Sie sich in unserer Security Infothek.

Unsere Fachmagazine für Ihre Sicherheit...

Ausweitung der polizeilichen Abfrage biometrischer Daten im EU-Projekt TELEFI

Deutsche Behörden haben bei der Projektierung mitgewirkt.

Über das sogenannte Verfahrensregister für Terrorismusverfahren bei der EU-Agentur für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen (Eurojust) berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/14952) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/13796). Danach handelt es sich dabei "nicht um ein neues Register, sondern um die Verbesserung der Unterstützung der Mitgliedstaaten durch Eurojust auf Basis der bereits bestehenden Rechtsgrundlagen und des bestehenden Fallbearbeitungssystems bei der Terrorismusbekämpfung".

Der Mehrwert der Initiative bestehe darin, "dass Eurojust verstärkt in die Lage versetzt werden soll, Informationen zu laufenden Strafverfahren, denen terroristische Straftaten zu Grunde liegen, zu erhalten und auf Querverbindungen zu prüfen".
Wie die Bundesregierung weiter aufführt, sollen die Mitgliedstaaten an das bereits bestehende Verfahrensregister bei Eurojust mehr Informationen übermitteln, damit das Register besser für Terrorismusfälle nutzbar gemacht werden kann. Damit das bestehende Fallbearbeitungssystem von Eurojust die Informationen optimal abgleichen kann, sei eine Vorlage entwickelt worden, um für eine einheitliche Übertragung der Informationen zu Terrorismusverfahren aus den Mitgliedstaaten zu sorgen.

Erfasst werden dabei den Angaben zufolge die Daten zum Beschuldigten, eine Zusammenfassung des Sachverhalts, der Name der Verfolgungsbehörde sowie das Aktenzeichen der Verfolgungsbehörde. Die Information, ob es sich "um links, rechts, separatistisch oder islamistisch motivierte Taten handelt", werde von den übermittelnden Behörden der Mitgliedstaaten ebenfalls an Eurojust mitgeteilt.
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Bundesregierung veröffentlicht Bericht zu Clans und Organisierte Kriminalität

Mit Verbindungen zwischen sogenannten Clans und Organisierter Kriminalität (OK) befasst sich die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/14617) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (19/13967).

Danach geht aus dem vom Bundeskriminalamt erstellten "Bundeslagebild Organisierte Kriminalität 2018" für das vergangene Jahr hervor, dass in Bund und Ländern 45 OK-Verfahren erfasst wurden, die der sogenannten Clankriminalität insgesamt zugeordnet werden konnten. Dies entspreche einem Anteil von 8,4 Prozent aller im Berichtsjahr erfassten OK-Verfahren.

Die OK-Verfahren im Zusammenhang mit Clankriminalität richteten sich dabei laut Vorlage gegen 24 OK-Gruppierungen arabischstämmiger Herkunft, acht OK-Gruppierungen mit Herkunft aus Westbalkan-Staaten, drei OK-Gruppierungen türkeistämmiger Herkunft, eine OK-Gruppierung mit Herkunft aus den Maghreb-Staaten und neun OK-Gruppierungen anderer Herkunft. Gemäß dem Bundeslagebild dominierten in den insgesamt 45 der Clankriminalität zugeordneten OK-Verfahren den Angaben zufolge "Personen mit libanesischer Staatsangehörigkeit in elf OK-Verfahren, gefolgt von deutschen (acht OK-Verfahren) und türkischen Staatsangehörigen (vier OK-Verfahren)". Des Weiteren seien drei OK-Verfahren von Personen albanischer und serbischer sowie zwei OK-Verfahren von Tatverdächtigen mazedonischer Staatsangehörigkeit dominiert worden, "die überwiegend der sogenannten Clankriminalität im Zusammenhang mit den Westbalkan-Staaten zugeordnet werden können".

Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, wurden in den 45 OK-Verfahren 654 Tatverdächtige erfasst, davon unter anderem 152 libanesische, 148 deutsche, 54 syrische und 52 türkische Staatsangehörige.

Die Antwort der Bundesregierung können Sie hier nachlesen.

Bundeslagebild Cybercrime 2018 des BKA liegt vor

Deutschland ist und bleibt ein attraktives Ziel für Hacker-Attacken. Die Schäden sind im Millionenbereich – die Dunkelziffer ist um ein vielfaches höher.

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat sein Bundeslagebild Cybercrime 2018 veröffentlicht. Die Zahlen darin stammen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) und aus weiteren Informationsquellen wie dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).
In ihrem Bericht führen sie aus, dass Deutschland aufgrund seines hohen Entwicklungsstands und Know-hows ein attraktives Ziel für Computer-Attacken ist. Bei einer Forsa-Befragung im Frühjahr 2018 von 300 Entscheidern von kleinen und mittleren Unternehmen gaben 30 Prozent an, bereits wirtschaftliche Schäden durch Hacker-Angriffe erlitten zu haben.
Das BKA verzeichnet für 2018 87.106 Fälle von Cybercrime im engeren Sinne. Das ist im Vergleich zu 2017 eine Steigerung von 1,3 Prozent. Drei Viertel aller Straftaten fallen unter Computerbetrug. Aufgrund einer vermutlich hohen Dunkelziffer gibt aber wahrscheinlich noch viele weitere, umgemeldete Fälle.

Das Lagebild können Sie hier nachlesen.

Mörder dürfen auch künftig gestehen!

Neuregelung des Rechts der notwendigen Verteidigung - Forderung der Polizeigewerkschaft BDK zur Aufnahme einer Verzichtserklärung des geständigen Beschuldigten im Hinblick auf die Beistellung eines Rechtsanwaltes wird umgesetzt!

Polizeiliche Vernehmung von Straftätern weiterhin möglich, Bild: Pixelio Thorben Wengert

In seiner Sitzung am Donnerstag, den 14.11.19 hat der Deutsche Bundestag den Gesetzentwurf zur Neuregelung des Rechts der notwendigen Verteidigung (Bundestagsdrucksache 19/13829) in einer geänderten Fassung angenommen.
 
Laut dem vorgelegten Änderungsantrag der Fraktionen von CDU/CSU und SPD wurde unter anderem in § 141 Absatz 2 folgender Zusatz aufgenommen: 
„Erfolgt die Vorführung in den Fällen des Satzes 1 Nummer 1 zur Entscheidung über den Erlass eines Haftbefehls nach § 127b Absatz 2 oder über die Vollstreckung eines Haftbefehls gemäß § 230 Absatz 2 oder § 329 Absatz 3, so wird ein Pflichtverteidiger nur bestellt, wenn der Beschuldigte dies nach Belehrung ausdrücklich beantragt.
 
Hierdurch erfuhr der vom BDK kritisierte Gesetzentwurf im Nachgang der Anhörung im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages am 23.10.2019 eine Änderung, die es den Strafverfolgungsbehörden auch künftig gestattet, geständige Beschuldigte zu vernehmen.
Wie der Pressemeldung der CDU/CSU Bundestagsfraktion vom 14.11.19 zu entnehmen war, hat man durch die Änderungen des Gesetzentwurfes Befürchtungen aus der Praxis Rechnung getragen, dass darüber hinaus in jedem Fall - sogar ohne den Willen des Beschuldigten - ein Verteidiger von Anfang an bestellt werden müsse. Die vollständige Meldung können Sie nachlesen unter: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2019/kw46-de-notwendige-verteidigung-668046

 

Erfolgsmodell Mittelstand

Ein Eckpunktepapier des Bundeswirtschaftsministerium zeigt die Bedeutung der mittelständischen Wirtschaft auf.

Mittelständische Unternehmen sind der Erfolgsfaktor der deutschen Wirtschaft: Über 99 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind Mittelständler. Sie erwirtschaften mehr als die Hälfte der Wertschöpfung, stellen fast 60 Prozent aller Arbeitsplätze und rund 82 Prozent der betrieblichen Ausbildungsplätze bereit.
Der Mittelstand  ist der wichtigste Innovations- und Technologiemotor Deutschlands und genießt zurecht auch international großes Ansehen. Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, muss sich der Mittelstand aber stets neu positionieren. Eine Mittelstandsstudie im Auftrag des BMWi zeigt: Der innovative Mittelstand wird auch weiterhin als Erfolgsmodell "Made in Germany" gelten. Mittelständische Unternehmen können weiterhin mit ihren bewährten Spezialisierungs- und Nischenstrategien erfolgreich bleiben. Hierzu muss der Mittelstand aber insbesondere die Digitalisierung für sich nutzen und die Herausforderungen des Fachkräftemangels bewältigen.

Das "Eckpnktepapier" können Sie hier nachlesen.
Weitere Informationen auch unter dem Link: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/politik-fuer-den-mittelstand.html

 

„Staat muss bei euro­päi­scher Cloud voran gehen“ Frank Strecker verantwortet das Cloud-Geschäft der Deutschen Telekom.

In einem Interview mit dem GDV beantwortet IT-Fachmann Frank Strecker, wie sicher sensible Unternehmensdaten im virtuellen Datenraum sind und warum er an den Erfolg der europäischen Cloud-Plattform Gaia glaubt.

Herr Strecker, wie wichtig ist Cloud-Technologie heutzutage im Mittelstand?
Frank Strecker: Die Cloud löst die traditionelle IT in Unternehmen ab. Dabei geht es nicht in erster Linie um die Kosten. Es geht um mehr Flexibilität und vor allem geht es um die Innovationen, die ich damit bekomme: Gesichtserkennung, Artificial Intelligence (AI). Diese Features entwickelt kein Mittelständler selber. Die Innovationskraft kommt sehr stark von den Cloud-Plattformen. Nicht zuletzt geht es um die wirtschaftlichen Ökosysteme, die ich über die Cloud nutzen kann.
Was heißt das konkret, zum Beispiel für das verarbeitende Gewerbe?
Strecker: Im produzierenden Gewerbe haben Sie zum einen die klassische IT, wie Mail- oder Abrechnungssysteme. Zum anderen ist heute jede Maschine ans Netz angeschlossen und produziert eben nicht nur Produkte, sondern digitale Daten, aus denen sich weitere Geschäftsmodelle ergeben können. Diese Geschäftsmodelle wiederum leben vom Austausch mit anderen Unternehmen.
Deutsche Mittelständler gelten als skeptisch gegenüber der Cloud-Technologie.

Woher kommt das Misstrauen?
Strecker: Im Prinzip wissen alle: Die Reise geht in die Cloud. Aber in der Tat ist die Debatte in Deutschland eine andere als in den USA. Auf der einen Seite sind die Unternehmen hierzulande offen für die Technologie. Sie hilft ihnen bei der Digitalisierung, sie hilft ihnen, ihre Produkte schneller auf den Markt zu bringen, sie hilft ihnen bei der Suche nach qualifiziertem Personal. Auf der anderen Seite habe ich als Unternehmen ein Problem, wenn der Falsche sieht, wie die Lasertechnologie funktioniert, in der ich Weltmarktführer bin. Und von diesen Weltmarktführern gibt es bei uns eine ganze Menge.

Das vollständige Interview können Sie nachlesen unter: https://www.gdv.de/de/themen/news/-staat-muss-bei-europaeischer-cloud-voran-gehen--52608

 

Neue Betrugsmasche: Erster Fake President Fall mit Stimmimitation durch KI-Software

Laut FBI allein 2018 von über 20.000 Fälle mit weltweiten Schäden in Höhe von insgesamt 1,2 (Mrd.) US-Dollar.

Der falsche Chef wird künstlich intelligent: Erstmals kam bei der sogenannten „Fake President“ Betrugsmasche, auch als „CEO Fraud“, „Chef-Betrug“ oder „Chefmasche“ bekannt, eine Stimmimitations-Software zum Einsatz. Diese Software basiert auf „Machine Learning“: Mithilfe eines selbstlernenden Algorithmus‘ kann sie innerhalb von einigen Minuten die Stimme eines Menschen erlernen und anschließend nachahmen – inklusive der individuellen Sprachmelodie oder dem landestypischen Akzent. Damit hat die bisher meist allein auf E-Mails basierende Betrugsmasche eine neue Variante. Trotz des relativ hohen Bekanntheitsgrads der Betrugsmasche bewegen sich die Fallzahlen seit Jahren auf relativ gleichbleibend hohem Niveau. Die Schadenssummen haben in den letzten Jahren allerdings deutlich zugenommen.
 „Die Täter gehen immer gewiefter vor. Mit der erstmaligen Nutzung von künstlicher Intelligenz bei der Fake President Betrugsmasche erreichen wir eine neue Evolutionsstufe“, sagt Ron van het Hof, CEO von Euler Hermes in Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Das ist aber erst der Anfang: Software zur Stimm- oder Handschriftenimitation oder auch Deepfake-Videos eröffnen Betrügern in Zukunft noch viele neue Möglichkeiten. In einem oder zwei Jahren gibt es vielleicht den ersten Fake President Fall, bei dem die Zahlungsanweisung per Deepfake-Video per Whatsapp kam.“

Die vollständige Pressemeldung können Sie hier nachlesen.

Gerichtliche Strafverfolgungsstatistik 2018

Das Statistische Bundesamt (DESTATIS) hat am 01.11.2019 die gerichtliche Strafverfolgungsstatistik 2018 veröffentlicht.

Bild: DPolG

Danach war die Verhängung einer Geldstrafe nach allgemeinem Strafrecht wie bereits in den Vorjahren die häufigste Sanktionsart. So wurden insgesamt rund 550 300 Personen zu einer Geldstrafe verurteilt. Das entspricht 77,3 % aller Verurteilungen. Auf Freiheitsstrafe nach allgemeinem Strafrecht oder Strafarrest wurde bei rund 102 700 Personen (14,4 %) entschieden.

Bei weiteren rund 9 200 Personen (1,3 %) wurde eine Jugendstrafe und somit die schwerste Sanktionsform innerhalb des Jugendstrafrechts ausgesprochen. Weit häufiger griffen die Gerichte zu weniger schweren Sanktionen des Jugendstrafrechts: Bei rund 42 400 Personen (5,9 %) verhängten sie Zuchtmittel, bei den übrigen rund 7 700 Personen (1,1 %) Erziehungsmaßregeln.  Das Jugendstrafrecht stellt die Erziehung der Jugendlichen sowie die Verhinderung weiterer Straftaten in den Vordergrund und bietet dafür ein gegenüber dem allgemeinen Strafrecht stärker abgestuftes Sanktionensystem. Zuchtmittel können von Verwarnungen über die Erteilung von Auflagen bis zur Verhängung von Jugendarrest reichen. Mit Erziehungsmaßregeln werden Weisungen zur Lebensführung erteilt, beispielsweise an einem sozialen Trainingskurs teilzunehmen. Sie können auch die Anordnung beinhalten, Hilfe zur Erziehung in Anspruch zu nehmen.

Bei Straftaten Heranwachsender, die zum Tatzeitpunkt bereits 18 Jahre, aber noch keine 21 Jahre alt waren, prüft das Gericht, ob Jugendstrafrecht oder allgemeines Strafrecht angewandt wird.
Den vollständigen Abstract können Sie nachlesen unter dem Link: https://www.praeventionstag.de/nano.cms/news/details/4063

 

Millionenschwund bei Amazon Lüneburg: Gerichtsverhandling deckt Tätervorgehen auf

Ein Täter wurde in Sicherheitsfirma eingeschleust. Hohe Haftstrafen sind zu erwarten.

Bild: Amazon

Begann der Raubzug der drei Mazedonier im Winsener Amazon-Lager schon früher als vermutet? Und brachte er deutlich mehr Beute ein? Diesen Verdacht nähren zumindest die Inventurzahlen des Onlineversandriesen, die der stellvertretende Werkschutzleiter Wolfgang K. am Donnerstag im Landgericht präsentierte.

Waren im Wert von über einer Million Euro seien im Weihnachtsgeschäft 2018 verschwunden. „Das war schon außergewöhnlich hoch“, betonte der Zeuge. Noch merkwürdiger: Die Handys und Uhren verschwanden samt Verpackungen – die sich aber von Mitarbeitern nicht durch die Sicherheitsschleusen schmuggeln lassen. Jemand muss unbeobachtet in großem Stil abgeräumt haben. So wie die drei Angeklagten – deren erster Einbruch nach eigener Aussage aber erst am 4. Februar erfolgt sein soll.
Konspiratives Treffen an der Binnenalster
Das Trio hatte Monate geplant. Im September 2018 „trafen wir uns im Alex am Jungfernstieg“, sagte Adis A. am Donnerstag aus, also in dem bekannten Hamburger Pavillon mit Blick auf die Binnenalster. „Wir redeten Albanisch, damit meine Freundin nichts mitbekommt.“ Denn schon von dieser Minute an waren die Männer auf kriminellen Abwegen. Atmir I. hatte 2017 in dem Winsener Lager gearbeitet. Jetzt überzeugte er seinen Landsmann Adis A., bei der von Amazon beauftragten Sicherheitsfirma anzuheuern. Als Schichtleiter könnte dieser die an Bewegungsmelder gekoppelte Alarmanlage ausstellen, damit er mit Nazif A., dem Onkel von Adis, einsteigen könnte. Adis A. schilderte seine Motivation, mitzumachen: „Atmir versprach mir, dass ich nie wieder Geldsorgen haben würde. Im Gegenzug müsste ich ihm einen Gefallen tun.“ Nämlich, eine Lücke in Amazons dichtmaschigem Sicherheitsnetz zu finden. Nazif A. machte mit, weil er bei Atmir I. in der Schuld stand. Dieser habe ihm 10?000 Euro geliehen, damit seine Mutter behandelt werden konnte, die auf Heimaturlaub in Mazedonien einen Schlaganfall erlitten hatte.
Den vollständigen Zeitungsbericht der Lüneburger Landeszeitung (LZ Online) können Sie nachlesen unter: https://www.landeszeitung.de/blog/aktuelles/2646646-mysterioeser-schwund-bei-amazon

 

Videoüberwachung: Persönlichkeitsschutz in Echtzeit

Edeka Minden-Hannover testet eine innovative Softwarelösung, mit der Personen in Überwachungs-Videoaufnahmen in Echtzeit unkenntlich macht.

Bild: EHI

Edeka Minden-Hannover will sich konsequent gegen Ladendiebe schützen.
Die Einhaltung der EU-Datenschutzgrundverordnung DSGVO bleibt auch ein Jahr nach Inkrafttreten eine echte Herausforderung, besonders hinsichtlich der Videoaufzeichnung im stationären Handel, sie bedeutet nach wie vor einen enormen Aufwand für Unternehmen sämtlicher Branchen. Im stationären Einzelhandel bezieht sich dies überwiegend auf die Speicherung und mögliche Auswertung von Bilddaten. Bildmaterial aus Überwachungskameras darf nur für die vorher vom Betreiber festzulegenden Zwecke verwendet werden, soweit diese aus einem berechtigten Interesse abgeleitet wurden. Hierbei handelt es sich beispielsweise um den Schutz vor Diebstahl und Vandalismus, um den Schutz von Mitarbeitern und Kunden oder um die Beweissicherung.

Bilder von Kunden und Mitarbeitern werden unkenntllch gemacht, die Bewegungen können aber dennoch komplett nachvollzogen werden.
Mitarbeiter mit einem Dauerarbeitsplatz sowie auch die Kunden müssen ausreichend über die Videoüberwachung aufgeklärt werden. Dies geschieht in der Regel durch entsprechende Hinweisschilder. Wenn diese Schilder fehlen oder nicht für jeden gut sichtbar sind, kann dies ein Verstoß gegen die geltenden Bestimmungen sein, der mit Bußgeldern belegt werden kann.

Die Newsletter-Meldung des EHI Retail Institute aus Köln lönnen Sie hier nachlesen.

Warum das Passwort ein Auslaufmodell ist - Meinung des HPI

Mitarbeiter hassen Passwörter – und nutzen sie deshalb nicht oder nicht richtig. Ein Risiko für Unternehmen, das sich mit zeitgemäßer Technologie minimieren ließe.

Bild: GDV

123456 – Hacker lieben diese Ziffernfolge. Ist sie doch für sie der einfachste Weg, um auf fremde Daten zuzugreifen. Doch wer würde es Cyberkriminellen so leicht machen? Der GDV lässt in seinem aktuellen Newsletter Fachleute zu Wort kommen:  „Wir pflegen regelmäßig neue Datenleaks in unseren Identity Leak Checker ein und wissen dadurch, dass fast ein Prozent der Passwörter ‚123456‘ lautet“, sagt Christoph Meinel. Der Informatiker leitet das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam. In der Datenbank des HPI schlummern allein mehr als fünf Milliarden gestohlene Identitäten mit unverschleiertem Passwort – rund 43 Millionen bestehen aus der einfachen Zahlenreihe.

Was für den privaten Bereich gilt, trifft ebenfalls auf Unternehmen zu. Lasche Kennwörter machen sie mitunter zu leichten Angriffszielen. Mit mangelnder Intelligenz der Anwender habe dies jedoch nichts zu tun, betont Meinel. Ähnlich sieht es Angela Sasse, Sicherheitsforscherin an der Universität Bochum. „Ich kann von meinem Mitarbeiter nicht erwarten, dass er sich zu allem anderen, was er zu tun hat, auch noch mit komplizierten Passwortrichtlinien auseinandersetzt.“

Die vollständige Meldung finden Sie unter: https://www.gdv.de/de/themen/news/warum-das-passwort-ein-auslaufmodell-ist-51534

Über den Link HPI können Sie Ihre Mailadresse checken lassen.

Klare Unterscheidung, qualifizierteres Personal

Zusammenarbeit privater Sicherheitsdienste mit der Polizei: Eine Reportage der Gewerkschaft der Polizei

Bewachung der Bahnhöfe, Foto: DB Sicherheit

Ob am Bahnhof, am Flughafen, in Einkaufszentren, bei der Bewachung von Asyl-Unterkünften oder im Rahmen von Großereignissen wie Fußballspielen: Vielerorts werden mittlerweile private Sicherheitsdienste eingesetzt. Sie unterstützen die Polizei bei der Absicherung des öffentlichen Raumes. Dies macht in vielen Bereichen Sinn, führt jedoch auch immer wieder zu Spannungen und zu Irritationen bei den Bürgerinnen und Bürgern.

Entlastung, aber kein Ersatz
In acht Bundesländern arbeitet die Polizei derzeit mit privaten Sicherheitsdiensten zusammen. Nach Schätzungen der Gewerkschaft der Polizei (GdP) sind aktuell mehr als 200.000 Personen bei diesen Firmen beschäftigt. Zum Vergleich: Bundesweit gibt es etwa 260.000 Polizeikräfte. Was viele Bürgerinnen und Bürger irritiert: Manche Security-Firmen kleiden ihre Beschäftigten in Blautönen ein. Auch wenn auf ihren Uniformen nicht „Polizei“ steht, besteht doch eine Verwechslungsgefahr zu dem Erscheinungsbild der Polizistinnen und Polizisten. Für die Polizei sind die zusätzlichen Sicherheitskräfte jedoch eine große Entlastung. „Ihr Einsatz kann immer da überaus hilfreich sein, wo den Bürgern im öffentlichen Raum durch Präsenz gezeigt wird: Hier wird sich um dein Anliegen gekümmert. Als Ergänzung für die polizeiliche Arbeit ist das sinnvoll,“ meint Jörg Radek, Vorstandsvorsitzender der GdP für die Bundespolizei und stellvertretender Bundesvorsitzender. „Aber das darf natürlich nicht dazu führen, dass die privaten Sicherheitsdienste für die Gefahrenabwehr zuständig sind. Das Gewaltmonopol liegt immer noch bei der Polizei und das muss auch so bleiben!“ Die Reportage können Sie nachlesen unter:

https://www.polizei-dein-partner.de/nc/themen/gewalt/gesellschaft/detailansicht-gesellschaft/artikel/klare-unterscheidung-qualifizierteres-personal.html

 

Prävention auf Veranstaltungen: Video"Taschendiebe auf Beutezug"

Polizei-Dein Partner klärt auf: Erst die Opfer ablenken, dann bestehlen

Demonstration eines Taschendiebstahls,
Bild: Verlag deutsche Polizei/Youtube.com

Wer von Giovanni Alecci beklaut wird, der hat Glück. Denn er ist ein ehrlicher Trickdieb und stiehlt nur zur Show. Alle Smartphones, Uhren und Portemonnaies, die er in Sekundenschnelle aus Hand- oder Jackentaschen zieht, gibt er anschließend wieder zurück. Beim Golden Oldies Festival im Hessischen Wettenberg zeigt der Zauberkünstler, wie leicht es professionelle Taschendiebe haben, wenn sie ihre Opfer ablenken. Unterstützung bekommt Alecci bei der Veranstaltung von Uwe Mettlach, Polizist und Experte für Taschendiebstahl. Er erklärt, wie man sich vor Langfingern schützt und wie sich Opfer verhalten sollten.

Den Film können Sie downloaden unter: https://www.youtube.com/watch?time_continue=89&v=CIfqCgkmAlY

 

Innenminister und -senatoren vereinbaren Maßnahmen zur besseren Bekämpfung von Rechtsextremismus und Antisemitismus

Auf einem Sondertreffen der Innenminister in Berlin erzielte man schnell einen Maßnahmenkatalog.

Nach dem rechtsterroristischen Anschlag im Raum Halle an der Saale am vergangenen Mittwoch haben sich die Innenminister und -senatoren des Bundes und der Länder auf einem Sondertreffen in Berlin auf Maßnahmen zur verbesserten Bekämpfung des Rechtsextremismus und Antisemitismus und zum Schutz jüdischer Einrichtungen verständigt.
 
Schleswig Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote, derzeit Vorsitzender der Innenministerkonferenz, sagte:
„Wir müssen auf mehreren Ebenen tätig werden. Der intensivere Austausch der Ermittlungsbehörden und des Verfassungsschutzes ist für die wirksame Bekämpfung des Extremismus essentiell. Dabei geht es um eine noch intensivere Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden, sowohl zwischen Bund und Ländern, als auch regional. Im Prinzip müssen wir alle bisherigen Maßnahmen auf den Prüfstand stellen. Aus meiner Sicht ist ein weiterer Punkt langfristig aber mindestens genauso wichtig: nämlich die Aufklärung. Eines ist ganz klar: Jüdisches Leben gehört in Deutschland untrennbar zu unserer vielfältigen Gesellschaft. Dafür treten wir mit Nachdruck ein.“

Den Maßnahmenkatalog können Sie hier nachlesen.

Bundeslagebild Wirtschaftsstraftaten 2018

Die Wirtschaftskriminalität verlagert sich zum großen Teil ins Internet.

Die Wirtschaftskriminalität in Deutschland verlagert sich zunehmend ins Internet. Sowohl über Webseiten als auch über soziale Medien kommt es verstärkt zu Fällen von Anlagebetrug. Das ist ein Ergebnis des „Bundeslagebilds Wirtschaftskriminalität 2018“, das heute durch das Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlicht wurde.
Insgesamt gingen 2018 die Zahlen im Bereich der Wirtschaftskriminalität zurück: 50.550 Fälle wurden im Jahr 2018 polizeilich registriert, ein Rückgang um 31,8 Prozent im Vergleich zum Jahr davor (2017: 74.070 Fälle). Dieser deutliche Rückgang der Fallzahlen ist insbesondere auf ein im Jahr 2017 in Sachsen geführtes Verfahren mit mehr als 23.000 Anlagebetrugsdelikten zurückzuführen, die in die Statistik eingeflossen waren.
Dessen ungeachtet bleibt der monetäre Schaden, der durch Wirtschaftskriminalität verursacht wird, immens. Zwar sank die Schadenssumme um 10,2 Prozent gegenüber 2017. Sie lag mit 3,356 Milliarden Euro jedoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

Das Lagebild können Sie hier nachlesen.

Bundeslagebild 2018 Korruptionsstraftaten

Die Zahl der Korruptionsstraftaten in Deutschland geht weiter zurück.

Im Jahr 2018 hat die Polizei insgesamt 3.804 Korruptionsstraftaten registriert – ein Rückgang von rund 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und gleichzeitig der niedrigste Stand der vergangenen fünf Jahre. Das geht aus dem Bundeslagebild „Korruption 2018“ hervor, das das Bundeskriminalamt heute veröffentlicht hat.
Auch der durch Korruption entstandene Schaden ist gesunken, dieser lag 2018 bei 121 Millionen Euro (2017: 291 Millionen Euro). Der starke Rückgang um 58 Prozent im Vergleich zu 2017 lässt sich durch den hohen mehrstelligen Millionenschaden in einem Verfahren erklären, welches im Vorjahr in die Statistik eingeflossen ist.
Dennoch ist weiterhin von einem großen Dunkelfeld auszugehen. Daher ist es wichtig, dass jeder Verdacht auf Korruption gemeldet wird. Denn Korruption verursacht nicht nur wirtschaftliche, sondern auch immaterielle Schäden: Sie schädigt das Grundvertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Unabhängigkeit, Unbestechlichkeit und Handlungsfähigkeit des Staates und die Integrität der Wirtschaft.

Das Lagebild können Sie hier nachlesen.

Kriminelle mit Sprachtechnologien enttarnen

Forscher der Uni Saarbrücken entwickeln neue Sprachtechnologien beim Abhören

Abgehörte Telefonate können mit Sprachtechnologie auf verdächtige Inhalte untersucht werden. (Quelle: hiz)

Drogendealer, Waffenhändler, Kinderporno-Produzenten und -Konsumenten sind nur einige Beispiele von Kriminellen, denen Polizei und Staatsanwaltschaften oft nur schwer auf die Schliche kommen. Erleichtern könnte die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden bald die Forschung von Saarbrücker Sprachtechnologen. Im Projekt „Roxanne“ arbeitet ein Team vom Lehrstuhl von Professor Dietrich Klakow mit weiteren Forschungseinrichtungen in ganz Europa sowie mit Ermittlungsbehörden, darunter Interpol, daran, abgehörte Telefonate schneller und effizienter auf verdächtige Inhalte zu durchforsten.
 
Bisweilen kann auch die geheimnisvolle Welt der Kriminellen recht banal sein. „Auch ‚böse Buben‘ machen am Telefon klassischen Smalltalk“, sagt Dietrich Klakow. Sie reden dann übers Wetter in der Region oder die jüngsten Fußballergebnisse des hiesigen Lieblingsvereins. „Dazwischen kommt dann ein kleiner Schnipsel über das kriminelle Geschäft, das sie abwickeln wollen“, erläutert der Professor für Sprach- und Signalverarbeitung weiter. Und genau diese paar Sätze sind wertvoll für die Strafverfolgungsbehörden.
 
Bislang müssen die abgehörten Telefonate mühsam von menschlichen Ermittlern durchgehört werden, um verdächtige Stellen zu finden. Dabei geht viel Zeit verloren, die die Polizisten nicht in ihre eigentliche Ermittlungsarbeit stecken können. Künftig könnte ein Computerprogramm diese Analyse-Arbeit übernehmen und so die Arbeit der Ermittler deutlich beschleunigen. Dabei muss das Programm natürlich wissen, an welchen Stellen die bösen Buben übers Wetter plaudern und an welchen über ihr kriminelles Treiben.
Die vollständige Meldung können Sie nachlesen unter: http://www.heinz-schmitz.org/index.php/nachrichtenleser/20191026.html

 

Hamburger Polizei darf Gesichtsabgleich-Datenbank für G20-Aufklärung nutzen

Hamburgs Datenschutzbeauftragter verliert vor dem Verwaltungsgericht.

Das VG Hamburg hat entschieden, dass die Anordnung des Datenschutzbeauftragten, die von der Polizei zur Aufklärung von Straftaten im Zusammenhang mit dem G20-Gipfel erstellte Referenzdatenbank zu löschen, rechtwidrig war.

Das Urteil können Sie nachlesen unter dem Link: Quelle:
https://www.juris.de/jportal/portal/t/12c8/page/homerl.psml?nid=jnachr-JUNA191002698&cmsuri=

%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp

 

Gewalt gegen private Sicherheitskräfte nimmt immer mehr zu – Securityreport der VBG deckt auf

Der Report 2018 zeigt, das neben Polizei- und Rettungskräften auch eine große Anzahl von Sicherheitsmitarbeitern von Aggressionen betroffen sind.

Medien immer häufiger über Übergriffe auf Sicherheitskräfte bei Polizei und Rettungskräften – auch auf private Sicherheitsdienste ist die der Fall, wie ein aktuelles Beispiel aus Hamburg zeigt. „Brüche und Schnittwunden: Attacken auf Hamburgs Bahn-Sicherheitsdienst immer brutaler“ – so der bezeichnende Titel im Focus. Solche Übergriffe fänden leider immer häufiger statt. In den letzten 30 Jahren habe sich der Anteil der Konfrontationsunfälle in der Sicherheitsbranche verfünffacht.
 
2018 gab die für die Branche zuständige gesetzliche Unfallversicherung der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG)BG den Securityreport zur Analyse des Unfallgeschehens in der Sicherheitswirtschaft heraus. Dieser zeigt eine dramatische Zunahme von Arbeitsunfällen durch Konfrontationen. Von den registrierten 4.000 Konfrontationsunfällen in 2017 entfielen über 95 Prozent auf nur sechs Einsatzgebiete: Warenhausdetektive, Sicherheitsbeschäftigte im ÖPNV, in Erstaufnahme- und Flüchtlingsunterkünften, im Veranstaltungsdienst, in Diskotheken sowie den Sicherheitsdienst in Jobcentern und zunehmend auch Kliniken.
 
Die zunehmende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft mache auch vor den Beschäftigten in den genannten Einsatzbereichen nicht halt. Während diese bei staatlichen Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr schon seit Langem öffentlich diskutiert werde, sei die private Sicherheitsbranche meistens außen vor. Eine nachhaltige Verbesserung dieser Situation sei nur durch ein Bündel von Maßnahmen möglich. Die Arbeitgeber müssen ihrer sich aus den Unfallverhütungsvorschriften ergebenden Verpflichtung gerecht werden und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter adäquat qualifizieren und mit notwendiger Schutzausrüstung ausstatten.

Den Securityreport können Sie hier nachlesen.

Warum brauchen wir Security Awareness?

In einer neuen Folge des Security-Insider Podcast wird die Frage gestellt: Was ist eigentlich Security Awareness und warum brauchen Unternehmen das?

In der fünften Episode des "Security-Insider" Podcast spricht Chefredakteur Peter Schmitz mit Richard Renner, Geschäftsführer von Perseus über das Thema Security Awareness. Es wird diskutiert was eigentlich Security Awareness ist, warum Unternehmen das brauchen, wie man seine Mitarbeiter richtig schult und was Phishing-Tests für die Security Awareness bringen.

Viele kritische Business-Informationen, die ein Unternehmen besitzt, sind nicht nur für das Unternehmen selbst wertvoll, sondern auch für Cyberkriminelle. Um an diese wertvollen Daten zu gelangen setzen Angreifer viele verschiedene Techniken ein, aber die beliebteste, weil effektivste Waffe, sind noch immer Phishing-E-Mails. Man kann versuchen, sein Unternehmen mittels Security-Software und -Hardware vor solchen Phishing-Angriffen zu schützen und wird damit auch immer einen gewissen Teil abfangen können, bevor er in den Mailboxen der Mitarbeiter landet. Aber die Cyberkriminellen verbessern ihre Angriffe stetig und deshalb versagt auch die beste Sicherheitstechnik immer wieder mal. Spätestens jedoch, wenn es sich bei den Angriffen um Spear-Phishing handelt, also dem gezielten Angriff auf einen spezifischen Mitarbeiter mittels zuvor gesammelter Informationen, hat die Technik kaum mehr eine Chance.

Das Podcast können Sie abspielen/hören unter: https://www.security-insider.de/warum-brauchen-wir-security-awareness-a-873676/

 

NZK veröffentlicht Handbuch für die Islamismusprävention

Das Nationale Zentrum für Kriminalprävention (NZK) hat das Handbuch Evaluationskriterien für die Islamismusprävention veröffentlicht.

Einführend schreibt das NZK: "Wie lassen sich Effekte von Präventionsmaßnahmen im Bereich des islamistischen Extremismus feststellen? Und wie lässt sich die Vergleichbarkeit verschiedener Maßnahmen bzw. Evaluationen ermöglichen?

Das Instrument EvIs (Evaluationskriterien für die Islamismusprävention) zielt darauf ab, den Antworten auf diese Fragen ein Stück näher zu kommen. Es wurde im Rahmen des Projekts „Entwicklung von Evaluationskriterien in der Extremismusprävention“ (EEE) mit dem Ziel entwickelt, standardisierte Evaluationskriterien für die Islamismusprävention zu schaffen.

Von Praktiker*innen aus verschiedenen Bereichen der Islamismusprävention als relevant erachtete Anzeichen der Radikalisierung dienten der Entwicklung von Indikatoren für eine Hinwendung zum Islamismus.
Das Handbuch können Sie hier downloaden.

Bodycam im Wachdienst der Polizei NRW sowie Bundespolizei wirken deeskalierend

Studie der Fachhochschule öffentlicher Dienst NRW belegt dies. Mit dem Forschungsbericht werden die differenzierten Ergebnisse und Handlungsempfehlungen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bodycam Polizei Lübeck, Bild: Presseportal Polizei Lübeck
 

Im Abschlussbericht wird vor dem Hintergrund der Diskussion um steigende Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte die Hypothese diskutiert, dass offene Audio- und Videoaufzeichnungen durch die Polizei eine deeskalierende Wirkung entfalten und Gewaltdelikte reduzieren können. Theoretisch kann dies sowohl durch höhere subjektive Sanktions-wahrscheinlichkeiten als auch dadurch begründet werden, dass sich Personen dann eher gemäß ihren (normkonformen) Werte und Überzeugungen verhalten, wenn sie ihr Verhalten vor Augen gehalten oder widergespiegelt bekommen.

Die präventive und deeskalierende Wirkung sichtbar am Körper getragener Aufzeichnungsgeräte (Bodycams) während polizeilicher Maßnahmen im Wachdienst der Polizei war insbesondere im deutschen Sprachraum bisher noch nicht in dem Umfang erforscht, als dass belastbare Erkenntnisse für polizeirechtliche, polizeistrategische und polizeitaktische Entscheidungen vorlagen.

Den Abschlussbericht können Sie hier nachlesen.

Letzte Meldung 18.11.2019: Bodycams bei der Bundespolizei wirken deeskalierend

Über Erfahrungen mit dem Einsatz von Bodycams bei der Bundespolizei berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/14620) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/13972). Danach bestätigen die Beobachtungen der eingesetzten Polizisten die deeskalierende Wirkung des Einsatzes einer Bodycam im Streifendienst. Bei "Personen unter Alkohol-/Drogeneinfluss" erzielten Bodycams diese Wirkung im Ausnahmefall nicht.

Die Antwort der Bundesregierung können Sie hier nachlesen.

Forschungsprojekt REBEKA bescheinigt im Bevölkerungsschutz Resilienzsteigerung

Schriftenreihe Sicherheit Nr. 26 veröffentlicht

Bild: Forschungsforum öffentliche Sicherheit

Im Projekt REBEKA wurde die interne Resilienz von im Bevölkerungsschutz tätigen Organisationen auf den drei Ebenen Einsatzkräfte, Prozesse und Notfallpläne sowie der Integration von Ad-Hoc-Helfern erforscht.
Die Ergebnisse zeigen, dass Spontanhelfende gewinnbringend eingebunden werden können, wenn man Hilfsmittel zur Kommunikation und Strukturierung nutzt. Dazu wurde der Tätigkeitenkatalog und ein Kommunikationskonzept entwickelt. Auf Ebene der psychischen Resilienz der Einsatzkräfte zeigte sich, dass vor allem individuelle Ressourcen und aktive Bewältigungsstrategien zu Resilienzsteigerung beitragen.
Mit Hilfe der im Projektrahmen entwickelten Stresstests kann in den Organisationen u. a. für diese Themen sensibilisiert werden.
Die Studie steht hier zum Nachlesen zur Verfügung.

NBS-Professor Dr. Röhl beim World Summit on Counter-Terrorism in Israel

"It takes a network to beat a network"- ist das Motto des International Institute for Counter Terrorism, welches am IDC Herzliya, einer der führenden Hochschulen Israels, beheimatet ist.

Es kann zugleich auch als Überschrift für den World Summit on Counter-Terrorism gelten, welcher vom 09.-12. September 2019 in Herzliya, Tel-Aviv, stattfand und an dem sich mehrere hundert Teilnehmer aus der ganzen Welt beteiligten.
Ausgehend von einer grundsätzlichen Charakterisierung von Terrorismus als räumlich unbeschränkte und vernetzte Form der Gewaltanwendung, deren wesentliches Merkmal die Erzeugung von Angst ist, wurden in Vorträgen und Workshops unterschiedliche Aspekte aktueller Herausforderungen sowie Handlungsoptionen beleuchtet. Die Bandbreite an Themen reichte dabei von der aktuellen Entwicklung einzelner Terrororganisationen, der Lage im Nahen und Mittleren Osten oder in Westafrika, bis hin zu Praxisberichten von der Bekämpfung des Cyberterrorismus, der Diskussion um den Schutz Kritischer Infrastrukturen und der Vorstellung aktueller  Forschungsergebnisse.

Die vollständige Meldung können Sie nachlesen unter dem Link: https://www.nbs.de/die-nbs/aktuelles/news/details/news/nbs-professor-dr-roehl-beim-world-summit-on-counter-terrorism-in-israel/

 

„Der typische Täter ist eine männliche, autoritäre Führungsperson”

Interview mit dem Kriminologen Schneider aus dem GDV-Newsletter

Im Schnitt bringen kriminelle Mitarbeiter ihre Arbeitgeber um fast 120.000 Euro, bevor sie auffliegen. Der Kriminologe Hendrik Schneider über Subkulturen von Firmenabteilungen, Netzwerke von Getreuen und Abhängigkeiten, die durch einen kleinen Gefallen entstehen.

Das vollständige Interview können nachlesen unter dem Link: https://www.gdv.de/de/themen/news/-der-typische-taeter-ist-eine-maennliche--autoritaere-fuehrungsperson--50808

 

DEFUS-Leitgedanken zur Prävention von Polarisierung und demokratiefeindlichen Tendenzen in den Kommunen

Das Deutsch-Europäische Forum für Urbane Sicherheit (DEFUS) hat am 05.09.2019 Leitgedanken zur Prävention von Polarisierung und demokratiefeindlichen Tendenzen in den Kommunen veröffentlicht.

Das friedliche Zusammenleben einer immer diverser werdenden Gesellschaft zu organisieren und dabei die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit nicht zu verlieren, ist eine der zentralen Herausforderungen der nächsten Jahre. Kommunen sind maßgeblich für die alltägliche Gewährleistung der Sicherheit und des gesellschaftlichen Friedens verantwortlich. Sie müssen die Integration verschiedener Kulturen und Lebensentwürfe leisten sowie ausdifferenzierte gesellschaftliche Bedürfnisse mittragen und managen. Hinzu kommen die Nutzungs- und Interessenskonflikte im öffentlichen Raum, die ebenfalls von der Kommune ausgehandelt und gelöst werden sollen.

Die Mitgliedsstädte des Deutsch-Europäischen Forums für Urbane Sicherheit (DEFUS e.V.) haben sich in einem Diskussionsprozess mit der Organisation des friedlichen Zusammenlebens in den Kommunen auseinandergesetzt und Leitgedanken entwickelt, die Arbeit in den Mitgliedskommunen leiten und erleichtern sollen.

Die Erklärung mit den Leitgedanken können Sier hier nachlesen.

Wirtschaftskriminalität: Versicherer warnen vor hohen Schäden durch kriminelle Mitarbeiter

GDV veröffentlicht Jahresstatistik

Sie greifen in die Kasse, stehlen Waren aus dem Lager, erfinden Rechnungen oder gründen Scheinfirmen – regelmäßig werden Unternehmen von den eigenen Mitarbeitern betrogen.
Weil die Belegschaft einen Vertrauensvorschuss genießt und die Sicherheitslücken im Unternehmen genau kennt, können die internen Täter in aller Regel hohe Summen erbeuten: Im Schnitt bringen kriminelle Mitarbeiter ihre Arbeitgeber um fast 115.000 Euro, bevor sie auffliegen. Externe Betrüger kommen im Schnitt gerade mal auf die Hälfte dieser Summe.

Das geht aus Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor, der rund 2.400 Schadenfälle aus der Vertrauensschadenversicherung ausgewertet hat. Die Vertrauensschadenversicherung entschädigt Unternehmen, wenn interne oder externe Vertrauenspersonen Gelder veruntreuen oder das Unternehmen betrügen.
Wie die Zahlen zeigen, sind die eigenen Mitarbeiter hinsichtlich Betrug und Unterschlagung das größere Risiko für Unternehmen: Knapp zwei Drittel der Fälle und rund 75 Prozent des Gesamtschadens ging auf das Konto krimineller Kollegen. „Angesichts unserer Erfahrungen müssen wir davon ausgehen, dass jedes Jahr 5 bis 10 Prozent der deutschen Unternehmen von eigenen Mitarbeitern betrogen werden“, sagt Rüdiger Kirsch, Vorsitzender der AG Vertrauensschadenversicherung im GDV.

Die vollständige Statistik können Sie nachlesen unter: https://www.gdv.de/de/medien/aktuell/versicherer-warnen-vor-hohen-schaeden-durch--kriminelle-mitarbeiter-50522

 

Cyberkriminalität: Mitarbeiter in deutschen Unternehmen schlecht auf Cybergefahren vorbereitet

Umfrage des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV) veröffentlicht

Schlechter Passwortschutz, kaum Schulungen und allgemeine Sorglosigkeit: Die Mitarbeiter in deutschen Unternehmen sind schlecht auf die Gefahren aus dem Netz vorbereitet – und werden so zum Risiko für ihre Arbeitgeber. Je kleiner das Unternehmen, um so höher sind die Gefahren.

Nur jeder dritte Angestellte (39 Prozent) hatte schon einmal eine IT-Sicherheits- oder Datenschutz-Schulung. Sechs Prozent der Nutzer von PCs, Laptops oder Smartphones verzichten komplett auf Zugangssperren, die genutzten Passwörter könnten in vielen Fällen einfach zu knacken sein. Das zeigt eine repräsentative Yougov-Befragung von 2.038 deutschen Arbeitnehmern im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).
An jedem vierten (25 Prozent) passwortgeschützten Arbeitsplatz brauchen die Passwörter keinerlei Mindestanforderungen, an einem Drittel (31%) dieser Rechner müssen die Passwörter nie geändert werden. In jedem zehnten Unternehmen (10 Prozent), in dem Mitarbeiter eigene Zugänge haben, gibt es zentrale Listen mit den Zugangscodes aller Mitarbeiter.

„Unternehmen müssen ihre Mitarbeiter besser auf die wachsenden Gefahren aus dem Netz vorbereiten“, sagt Peter Graß, Cyberversicherungsexperte des GDV. „Cyberangriffe sind selten ausgefeilte Angriffe durch Netzwerklücken, viel öfter entstehen Schäden durch Mitarbeiter, die eine infizierte Email öffnen.“ 13 Prozent der Arbeitnehmer gaben an, bereits Spam-Mails an ihrem Arbeitsplatz geöffnet zu haben. Ein Grund dafür sind offenbar schlechte Spam-Filter: Fast die Hälfte der Befragten (48%) findet mindestens einmal pro Woche Spam-Mails in ihrem Postfach.


Die Ergebnisse der Umfrage können Sie nachlesen unter: https://www.gdv.de/de/medien/aktuell/mitarbeiter-in-deutschen-unternehmen-schlecht--auf-cybergefahren-vorbereitet-50382

 

Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Neuregelung des Rechts der notwendigen Verteidigung

Vernehmungen bei Kapitalverbrechen nur noch in Gegenwart eines Rechtsanwalts möglich.

Täter wird abgeführt. Bild: Presseportal/Blaulicht

Der Beschuldigte möchte gestehen, die Polizei darf nicht vernehmen. So könnte die Zukunft polizeilicher Ermittlungsarbeit aussehen, wenn der vorgelegte Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Regelung des Rechts der notwendigen Verteidigung umgesetzt wird.
Die Vernehmung von Beschuldigten ist eines der wichtigsten Elemente des polizeilichen Ermittlungsverfahrens. Sie trägt, flankiert von einer Vielzahl weiterer Ermittlungsmöglichkeiten, wesentlich zur Tataufklärung, aber insbesondere auch zur Erhellung des Tatmotivs bei.
Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf werden Beschuldigtenvernehmungen bei Kapitaldelikten künftig, auch bei vorliegender Aussagebereitschaft, ohne Hinzuziehung eines Rechtsanwaltes nicht mehr möglich sein. Der Begriff  „Kapitaldelikt“ ist kein Rechtsbegriff, sondern umgangssprachlich zu verstehen. Damit sind schwere Straftaten, die vor Schwurgerichten verhandelt werden, gemeint wie z.B. Mord, Totschlag, Raubmord, schwere Brandstiftung, Geiselnahme mit Todesfolge.
Entgegen der zugrundeliegenden Richtlinie 2016/1919 zur Prozesskostenhilfe (sogenannte PKH-Richtlinie) sieht der Entwurf zur Neuregelung des Rechts der notwendigen Verteidigung keine Verzichtserklärung des Beschuldigten vor.
Die Polizeigewerkschaft BdK fordert, eine solche Verzichtserklärung in den Gesetzesentwurf mit aufzunehmen, so dass aussagewillige Beschuldigte nach dokumentierter Belehrung gemäß § 136 Abs. 1 Satz 3, 4 und 5 StPO auch zukünftig polizeilich vernommen werden können.
Die Pressemeldung können Sie hier nachlesen.

Hier knallt es in Ihrem Arbeits- oder Wohnort am häufigsten

Bild: Wiskos

Wo gibt es in Ihrer Stadt die meisten Unfälle? Wo enden sie am schlimmsten? Und wo ist das Radfahren am gefährlichsten?

Diese und viele weitere Infos bietet ein digitaler Atlas mit Millionen von Daten. Daraus können Sie wertvolle Informationen für Ihren Alltag ableiten. Hintergrund ist, das die Polizei in den meisten Bundesländern bei Verkehrsunfällen auch die Geodaten des Unfallorts festhält. In drei Bundesländern erfolgt dies noch nicht.

Im Norden sind die Metropolen Hamburg und Hannover sowie die Stadt Lübeck häufig betroffen. Unfallarm ist die Region nördlich von Hannover (Lüneburger Heide).

Ein neuer Unfallatlas des Statistikamtes der Bundesländer zeigt deutschlandweit, wo es am häufigsten kracht – vom kleinsten Dorf bis zur großen Hauptstadt. Hier finden Sie den Unfallatlas unter:
https://unfallatlas.statistikportal.de/

 

Tschetschenische Mafia in Deutschland

Gut organisiert, rigoros und äußerst gewaltbereit. Die kriminelle Szene breitet sich vor allem im Nord-Osten aus.

Bild: Fotolia

Ein Fall, der durch die Medien ging: Im Mai 2017 drangen mehrere Männer mit Maschinenpistolen in ein Café im Berliner Ortsteil Wedding ein und schossen wild um sich. Wie sich später herausstellte, waren die Täter vorwiegend in Deutschland lebende Tschetschenen, die der rockerähnlichen Gruppierung „Guerilla Nation Vaynakh“ angehörten. Ihr vermeintliches Ziel: den Betreiber des Cafés zu töten. Die Tat soll im Zusammenhang mit Drogenhandel gestanden haben. Das Opfer hatte Glück und blieb unverletzt. Dieser Vorfall ist ein Beispiel dafür, dass sich seit einigen Jahren gewaltbereite, organisierte Tätergruppen aus dem Nordkaukasus in Deutschland ausbreiten und schwere Straftaten begehen.

Wer das Wort „Mafia“ hört, der denkt wahrscheinlich zuerst an kriminelle italienische Großfamilien, an arabische Clans oder an türkisch- und russischstämmige Tätergruppen. In den letzten Jahren wurden jedoch immer mehr Fälle bekannt, in denen hierzulande Straftaten von Personen tschetschenischer Herkunft verübt wurden. Die ebenfalls in mafiösen Strukturen organisierten Gruppen stehen seither unter Beobachtung des Bundeskriminalamts (BKA). „In der Vergangenheit kam es verstärkt zu Straftaten durch Tschetschenen, die zum Teil in den Bereich der Organisierten Kriminalität fallen – wie auch das Attentat auf das Berliner Café. Der Vorfall war letztendlich der Anlass, uns die Strukturen gemeinsam mit den Landeskriminalämtern und weiteren Behörden näher anzuschauen und Tätergruppen zu beobachten“, erklärt Kriminaldirektor Michael Nagel, Leiter des Referats „SO52“, das im BKA für die operative Auswertung im Bereich der Schweren und Organisierten Kriminalität zuständig ist.

Die Behörde konnte feststellen, dass sich die Szene durch einen großen Zusammenhalt und hohe Gewaltbereitschaft auszeichnet. „Das rigorose Durchsetzen eigener Interessen unter Gewaltanwendung ist ein typisches Merkmal von tschetschenischer Organisierter Kriminalität“, ergänzt Nagel. Was zudem bekannt ist: Neben dem Drogenhandel haben die Beteiligten noch andere lukrative Einnahmequellen gefunden, beispielsweise Schutzgelderpressungen oder die Durchführung von Inkasso-Aufträgen.
Den vollständigen Artikel können Sie hier nachlesen: https://www.polizei-dein-partner.de/themen/gewalt/gesellschaft/detailansicht-gesellschaft/artikel/tschetschenische-mafia-in-deutschland.html

 

Die gefährlichen Methoden moderner Bankräuber

Nie wurden mehr Geldautomaten gesprengt als 2018. Dabei verursachen die Täter hohe Schäden – und bringen sich und Unbeteiligte in Lebensgefahr. Der Blick ins Ausland zeigt: Es gibt wirksamen Schutz.

Zielobjekt Geldautomat: 369 mal schlugen Täter im vergangenen Jahr in Deutschland zu.
Es war einmal: Maskierte Täter mit Waffe im Anschlag stürmen am helllichten Tage in eine Bank. Lautes Geschrei, Kunden und Mitarbeiter werden bedroht.
Wie der Gesamtverband der Deutschen Sicherheitswirtschaft in seinem Newsletter berichtet, haben die verbesserten Sicherheitsvorkehrungen der Banken den Tätern das Leben schwerer gemacht.

Ein Ziel sind Banken jedoch nach wie vor. Massiv zugenommen hat die Sprengung von Geldautomaten. Meist bei Nacht betreten Tätergruppen Bankfilialen und leiten ein explosives Gasgemisch in den Automaten ein, das diesen per Fernzündung knackt.

Allein im Vorjahr stieg die Zahl derartiger Angriffe um 38 Prozent auf 369 und erreicht damit einen neuen Rekordwert. Das geht aus dem „Bundeslagebild Angriffe auf Geldautomaten 2018“ hervor, welches das Bundeskriminalamt kürzlich veröffentlicht hat.
Dabei hinterlassen die Täter ein Bild der Verwüstung. Zerstörte Geldautomaten, sowie teils hohe Schäden am Gebäude. Ein weiterer Leidtragender: Kunden, denen wegen Renovierungsarbeiten wochenlang der Zugang zu ihrer Bankfiliale versperrt bleibt. Und ein Fall für die Versicherung, weshalb die Branche das Phänomen intensiv beobachtet.

Mit 108 Angriffen ist Nordrhein Westfalen das am stärksten betroffene Bundesland. Im vergangenen Jahr erweiterten die Täter ihren Aktionsradius allerdings spürbar: In Niedersachsen hat sich die Zahl der Fälle von 24 in 2017 auf 54 im Jahr 2018 mehr als verdoppelt. In Berlin fand im gleichen Zeitraum gar eine Verdreifachung, von 7 auf 23 Fälle statt. Bei den bisher gefassten Tätern handelt es sich laut Bundeskriminalamt meist um aus den Niederlanden kommende, marokkanisch-stämmige Banden.
Dass gerade Geldautomaten in Deutschland zum Ziel werden, ist kein Zufall: Im europäischen Ausland sind Bankautomaten mitunter deutlich besser geschützt. Zum Beispiel mittels Farbpatronen, die Geldscheine bei einem Angriff einfärben und unbrauchbar machen. In Frankreich und Belgien sind solche Patronen schon Pflicht.
Den Tätern ihr Vorgehen zu erschweren, dient dabei nicht allein dem Schutz der Banken. Immer wieder betonen Ermittler der Polizei, die Risiken für Dritte bei der Sprengung von Geldautomaten. Durch die Wucht der Explosion werden häufig sogar umliegende Gebäude in Mitleidenschaft gezogen. In der Vergangenheit wurden gar schon Bankfilialen angegriffen, die im Erdgeschoss von Wohnhäusern liegen. Das rücksichtslose Vorgehen der Täter wird so zur Gefahr für Leib und Leben Unbeteiligter.

Die Studie können Sie nachlesen unter:
https://www.gdv.de/de/themen/news/die-gefaehrlichen-methoden-moderner-bankraeuber-49292

 

Dunkelfeldstudie Geldwäsche und Geldwäscherisiken

Die Fraktion Die Linke hatte am 1. Juli 2019 einen Antrag zur Bekämpfung der Finanzkriminalität in den Bundestag ein (BT Drs. 19/11098)

Auch das ist Geldwäsche. Bild: BdK

Deutschland sei ein Paradies für Geldwäsche und gehöre zu den Top 10 der „weltweiten Schattenfinanzplätze“.
Nach einer Schätzung der „Dunkelfeldstudie für den Umfang der Geldwäsche in Deutschland und über die Geldwäscherisiken in einzelnen Wirtschaftssektoren“, beträgt das Geldwäsche-Volumen in Deutschland jährlich 100 Mrd. Euro. Darüber hinaus habe Deutschland bis zum Jahr 2020 die Fünfte Anti-Geldwäsche-Richtlinie (AMLD5) der EU in nationales Recht umzusetzen.

Darum fordert die Fraktion, nun mit einem Masterplan gegen Geldwäsche vorzugehen. Sie fordert die Bundesregierung auf, im Rahmen der Umsetzung der Fünften Anti-Geldwäsche-Richtlinie in Zusammenarbeit mit den Bundesländern einen Gesetzentwurf vorzulegen. Dieser soll sicherstellen, dass
* die Geldwäsche hinreichend erfasst wird,
* Eigentumsstrukturen aufgedeckt werden (z.B. durch öffentliche Register der wirtschaftlich Berechtigten von Immobilien),
* die Geldwäsche-Aufsicht gestärkt wird,
* die FIU funktionsfähiger wird und
* eine Waffengleichheit der Strafverfolgung bei Geldwäsche und Steuerhinterziehung hergestellt wird.

Die Studie können Sie hier nachlesen.  


Dashcam-Video als Beweismittel zugelassen: Autofahrer wegen Nötigung verurteilt

Eine Dashcam zeichnet ein gefährliches Überholmanöver auf einer Bundesautobahn auf. Wie Heise-Online meldet, reichte diese Beweislage einem Gericht in Niedersachsen aus, um den Fahrer zu verurteilen.

Bild: Polizei NRW

Ein 39 Jahre alter Autofahrer ist wegen Nötigung verurteilt worden, weil er auf einer Autobahn ein Wohnmobil überholt und anschließend stark ausgebremst hatte. Der Fahrer des Wohnmobils hatte das Geschehen mit einer Dashcam aufgezeichnet und Anzeige erstattet. Das Amtsgericht Burgwedel ließ die Aufnahme als Beweismittel zu. Der 39jährige legte zunächst gegen den Strafbefehl Einspruch ein, zog diesen jedoch vor Gericht zurück. Darüber berichten die in Hannover erscheinenden Zeitungen HAZ und NP.

Die Dashcam-Aufnahme wurde bei der Beweisaufnahme vor Gericht gezeigt. Der Richter bestätigte die Aussage des Wohnmobilfahrers, der die Situation als gefährlich einschätzte. Der Angeklagte habe das Bremsmanöver dazu benutzt, um "bewusst zu disziplinieren". Der Verteidiger des Angeklagten wandte ein, Dashcam-Aufnahmen seien als Beweis vor Gericht nicht zulässig, was der Richter jedoch zurückwies; er bezeichnete das Thema als "ausgelutscht", heißt es in dem HAZ-Bericht. Der 39jährige erhielt ein dreimonatiges Fahrverbot und wurde wegen Nötigung zu 30 Tagessätzen à 30 Euro verurteilt.

Neues Forschungsprojekt: "emergenCITY" – Die Resiliente Digitale Stadt

Die TU Darmstadt kann im Rahmen des hessischen Forschungsförderungsprogramms LOEWE ein neues Zentrum etablieren – es trägt den Titel „Die Resiliente Digitale Stadt” und wird bis Ende 2023 mit insgesamt 17,4 Millionen Euro gefördert.

Bild: Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz

Das LOEWE-Zentrum „emergenCITY“ („Resiliente Digitale Stadt“) wird Lösungen erarbeiten, „die in Krisenfällen einen Notbetrieb für und mit Informations- und Kommunikationstechnologien sicherstellen, schnelle Hilfe ermöglichen und eine effiziente Rückkehr zur Normalität unterstützen“, erläutert der wissenschaftliche Koordinator des Zentrums, der Informatik-Professor Matthias Hollick. Dazu müsse sich die Technologie bereits im Normalbetrieb kontinuierlich „selbst-vorbereitend“ auf Krisensituationen einstellen und diese autonom detektieren, so Hollick. In Notlagen sollen überlebenswichtige Dienste beschleunigt bereitgestellt werden. Das gewonnene Erfahrungswissen soll helfen, bei künftigen kritischen Situationen besser vorbereitet zu sein.

Und das ist auch notwendig - Digitale Städte müssen signifikante Störungen ihrer Funktionsfähigkeit zukünftig besser kompensieren. Sie müssen in Krisensituationen autonom einen IKT-Notbetrieb aufnehmen, um die gemeinschaftliche Bewältigung der Krise und die Rückkehr der Stadt zur Normalität effizient durch IKT-Unterstützung zu gewährleisten. Im Jahr 2050 werden etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben – nach 30 Prozent in 1950 und 50 Prozent in 2010. Dieser Urbanisierungstrend wird durch anpassungsfähige und effiziente (kritische) Infrastrukturen in den Sektoren Energie, Verkehr und Logistik, Gesundheit, Ernährung, Wasser, Finanz- und Versicherungswesen sowie Staat und Verwaltung ermöglicht.

Maßgeblich für die Anpassungsfähigkeit und Effizienz ist der ubiquitäre Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Gleichzeitig werden die nichtöffentlichen Bereiche wie Privathaushalte, der Individualverkehr und die Wirtschaft verstärkt von IKT durchdrungen. Es ergeben sich erhebliche Abhängigkeiten von IKT-Systemen, die mit steigender Vernetzung zunehmen. In solchen digitalen Städten ist die Funktionsfähigkeit der IKT-gestützten Infrastrukturen durch Naturereignisse, menschliches und technisches Versagen sowie Gewalt und Terror gefährdet. Ein systematisches Verständnis der Verwundbarkeit digitaler Städte und wirksame Maßnahmen zur Erhöhung ihrer Resilienz sind dringend erforderlich, fehlen aber bisher.

Die Pressemeldung können Sie hier nachlesen.

Wirtschaftsspionage durch Hackergruppe „Winnti“

Die Hackergruppe Winnti operiert vermutlich seit mindestens zehn Jahren aus China heraus und späht Unternehmen weltweit aus.

Binärcode, hier im linken Fenster sichtbar, ist für Menschen nicht direkt lesbar. Teil der Arbeit der Bochumer Forscher ist es, den Code in verständliche Sprache zu übersetzen (rechts). (Quelle: RUB, Kramer)

In Deutschland wurden unter anderem Angriffe auf die Firmen Thyssen-Krupp und Bayer bekannt. Nach Analysen des Teams um Prof. Dr. Thorsten Holz vom Bochumer Horst-Görtz-Institut für IT- Sicherheit sind mindestens ein Dutzend Firmen von der Winnti-Software betroffen, darunter sechs Dax-Konzerne. Besonders im Fokus stehen Unternehmen der chemischen Industrie, darüber hinaus aber auch Hersteller von Computerspielen, Telekommunikationskonzerne, Pharmaindustrie und die Halbleiterbranche.
Schadsoftware aus dem Baukasten
Der Medienverbund von BR und NDR zog Thorsten Holz und seinen Doktoranden Moritz Contag zu der Recherche hinzu, weil sie Experten für die Analyse von Software, speziell Binärcode sind. Sie wollten genauer wissen, wie die Winnti-Spionage funktioniert. „Es gibt mittlerweile drei Generationen der Winnti-Software“, erklärt Thorsten Holz, einer der Sprecher des Exzellenzclusters Casa (Cyber-Security in the Age of Large-Scale Adversaries). „Die Software ist modular wie ein Baukasten aufgebaut. Daraus kann die Gruppe dann für den jeweiligen Zweck und die Opferfirma die passende Schadsoftware zusammensetzen.“

Die vollständige Nachricht können Sie nachlesen unter dem Link: http://www.heinz-schmitz.org/index.php/nachrichtenleser/20190725.html

Gewalt gegen Politiker – Polizei-Beratung klärt auf

Radikalisierungen in unserer Gesellschaft und Themen nehmen auffällig zu. Dagegen will die Polizeiprävention sensibilisieren mit dem Motto "Sicher in der Öffentlichkeit bewegen".

Gute Beratung nimmt Ängste. Bld: Polizei-Beratung.de

Kontroverse politische Diskussionen führen in der Öffentlichkeit mitunter zu Spannungen und Auseinandersetzungen in unserer Gesellschaft. Diese bergen ein erhebliches Konfliktpotenzial und können u. a. dazu führen, dass Personen des öffentlichen Lebens, z. B. Politiker, Unternehmer, Künstler, für ihre Werte, Ansichten oder Entscheidungen angefeindet werden – mitunter lassen sich Menschen sogar zu Straftaten hinreißen.
Die Polizei-Beratung hat jetzt ein einen Verhaltensflyer entwickelt. Diesen können Sie hier nachlesen.

Sicheres Fußballstadion durch Gesichtserkennung

Der dänische Superliga-Fußballclub Brøndby IF gewährleistet mit Gesichtserkennungstechnologie von Panasonic ein sicheres Stadionerlebnis für die Zuschauer.

Das Gesichtserkennungssystem von Panasonic trägt zu einer sichereren Stadionumgebung bei. Foto: Panasonic

Wie die Fachzeitschrift PROTECTOR berichtet, automatisiert die Gesichtserkennungssoftware Facepro von Panasonic die Identifizierung von Personen auf der Schwarzen Liste des Vereins und verhindert so zuverlässig, dass sie das Stadion betreten. Denn Panasonic-Sicherheitskameras erkennen, zusammen mit der Facepro-Software, automatisch alle auf dieser Liste registrierten Personen. Dazu gleicht Facepro im Hintergrund das Gesicht mit den in einer Datenbank verzeichneten Gesichtern ab und gibt bei Übereinstimmungen Benachrichtigungen und Alarme aus. Daraufhin können die Security-Mitarbeiter die entsprechenden Maßnahmen ergreifen. Das Gesichtserkennungssystem von Panasonic verfügt über eine zentrale Steuerung, bei der Kamera und Server direkt verbunden sind.

Unerwünschte Personen finden
Bisher mussten die Sicherheitsmitarbeiter mit großem Aufwand persönlich und manuell kontrollieren, wer das Stadion betreten darf. Jetzt verhindern die automatisierten Prozesse am Stadioneingang die bisherigen Staus an den Gates und Fans kommen so schneller in das Stadion. Dies wird sich besonders in hochkarätigen Spielen wie dem Derby gegen den F.C. Kopenhagen als sehr vorteilhaft erweisen. Die durchschnittlichen Besucherzahlen liegen bei 14.000 Personen pro Spiel – bei bis zu 100 registrierten Personen auf der Schwarzen Liste des Stadions. Dank der Technologie von Panasonic werden die Mitarbeiter von Brøndby IF bei der Identifikation dieser unerwünschten Personen entlastet und können sich einen auf besseren Service für die Fans konzentrieren, die das Stadion betreten. Um die Privatsphäre zu wahren, speichert die Gesichtserkennungstechnologie keine Bilder oder Daten von Personen, die nicht auf der Schwarzen Liste stehen.

Den vollständigen Beitrag können Sie nachlesen unter dem Link: https://www.sicherheit.info/sicheres-fussballstadion-durch-gesichtserkennung

 

Neue Kampagne - „Zivile Helden“ gegen Hass und Gewalt

Wie Kriminalprävention über Social Media funktionieren kann.

Zivile Helden gegen Hass und Gewalt
Bild: zivile Helden

Wie lässt sich das Bewusstsein für Zivilcourage bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen über soziale Netzwerke schärfen? Dieser Frage gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen des Forschungsvorhabens PräDiSiKo nach. Dafür haben sie das Forschungs- und Präventionsprojekt „Zivile Helden“ ins Leben gerufen. Die Kommunikation mit den Zielgruppen erfolgt überwiegend über digitale Kanäle und Social Media: Auf Facebook, Twitter und Co. werden Zivilcourage und Handlungskompetenz, etwa bei Hassbotschaften im Netz, mittels interaktiver Szenarien sowohl spielerisch als auch informativ gefördert.
Emotionen, Humor und Identifikation
Der Forschungsverbund hat sich das Ziel gesetzt, neue Kommunikationswege in den sozialen Medien für die Verbreitung von kriminalpräventiven Inhalten zu nutzen und sie auf ihren Erfolg hin zu untersuchen. Die wichtigste Fragestellung: Können kriminalpräventive Inhalte so über soziale Medien verbreitet werden, dass sie bei der Zielgruppe ankommen, von dieser angenommen werden und mehr sicherheitsbewusstes Verhalten auslösen? Geleitet wird PräDiSiKo von Gabriele Kille, die an der Hochschule der Medien (HdM) als Professorin in den Bereichen Visuelle Kommunikation, Bildsprache & Fotodesign forscht und lehrt.

Die Kampagne „Zivile Helden“ wird von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes in der Praxis getestet. Zum Verbund gehören auch Partner aus anderen wissenschaftlichen Bereichen und der Wirtschaft. So haben beispielsweise Medienwissenschaftler vor der Entwicklung des Konzeptes erfasst, welche Inhalte (Filme oder Texte) bei der Zielgruppe besonders in Erinnerung bleiben. „Die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand nachhaltig mit einem vermittelten Inhalt, zum Beispiel Sicherheitsempfehlungen der Polizei, auseinandersetzt, erhöht sich, wenn Emotionen, Humor und Identifikation eine tragende Rolle spielen“, erklärt Prof. Gabriele Kille.

Nähere Informationen unter:
https://www.polizei-dein-partner.de/nc/themen/zivilcourage/detailansicht-zivilcourage/artikel/zivile-helden-gegen-hass-und-gewalt.html?tx_ttnews

https://www.zivile-helden.de/

 

Die Lösung „Digitale Pforte“ reduziert Standzeiten vor den Werksgelände

Dallmeier electronic, Regensburger Hersteller von Videoinformationstechnik, bietet mit dem Plattlinger Unternehmen T.CON, einem Beratungs- und Systemhaus im SAP-Umfeld, eine digitale Lösung mit Videoüberwchung für ZU- und Ausfahrttore von Unternehmen an.

Bild: Dallmeier

Techniken der Digitalisierung versprechen große Verbesserungen in den unterschiedlichsten Logistikprozessen. Jetzt stellen die bayerischen Unternehmen die ersten beiden gemeinsam entwickelten Logistiklösungen „Digitale Pforte“ und „Packstückvermessung“ vor. Mit ihnen können Logistiker erfolgreich Rückstaus verhindern und manuelle Erfassungsprozesse beim Verwiegen und Vermessen von Packstücken eliminieren.
Die von Dallmeier und T.CON gemeinsam entwickelten Lösungen erlauben die Übertragung einer Vielzahl von Daten, die mit Videosystemen erfasst wurden, direkt in die Warenwirtschaft. Die Kooperation der beiden Unternehmen bietet bislang zwei fertige Lösungen für den Bereich Supply Chain, mit denen Kunden zentrale Prozesse optimieren und Taktzeiten verbessern können. Auf der Agenda der Zusammenarbeit stehen weitere Lösungen in den Bereichen Supply Chain, HR und Compliance.
Die Lösung „Digitale Pforte“ reduziert Standzeiten vor den Werksgelände
Die Lösung „Digitale Pforte“ automatisiert manuelle Prozesse der Fahrzeugregistrierung und des Rollkartenmanagements durch ein innovatives SB-Portal auf Basis von SAP Fiori. Das System erfasst Avis-Daten vorab und erkennt Fahrzeugklassen, Kennzeichen, ID-Nummern und Gefahrstoffklassen nach ADR & GGVSEB und ermöglicht so eine automatische Schranken- und Torsteuerung. Unter Verwendung der SAP Standard-Objekte können mit den optisch erfassten Informationen die Frachtdaten im SAP angereichert werden. Eine direkte Integration in SAP TM bzw. LE-TRA (ECC 6.0) ist somit sichergestellt. Die wesentlichen Vorteile der „digitalen Pforte“ sind deutlich verkürzte Standzeiten vor dem Werksgelände und eine Reduzierung von Rückstaus. Je nach Anforderung lässt sich das System eigenständig betreiben oder in eine bestehende Yard Management-Lösung integrieren.

Die Pressemeldung finden Sie hier.

Videotechnik und Künstliche Intelligenz - Zwischen Hype und Assistenzsystem

Bild: Dallmeier

Kaum ein Thema ist derzeit so in aller Munde wie Künstliche Intelligenz (KI). 
Im Bereich der Videoüberwachung reichen die Vorstellungen vom Erkennen auffälliger Verhaltensmuster über die Gesichtserkennung in Menschenmassen bis zum automatischen Detektieren des berühmten "Bombenkoffers". Das führt wie bei vielen neuen Technologien zuerst einmal zu einer Verunsicherung des Marktes. Des Weiteren müssen Aspekte des Datenschutzes berücksichtigt werden. 

Das Unternehmen Dallmeier hat KI-Thesen und offizielle Auslegungshilfen der Sicherheitsbranche zur Verfügung gestellt. 
Für Kunden und Errichter ist es deshalb gleichermaßen wichtig, die Technologietrends richtig einschätzen zu können. Vier Überlegungen im Dallmeier KI-Thesenpapier und offizielle Auslegungshilfen, wie etwa die Hambacher Erklärung zur Künstlichen Intelligenz, sollen dabei als Hilfestellung dienen.

Das Thesenpapier finden Sie hier.

Kalte Pyrotechnik im Fußball: Eine Alternative?

Feuerwehr Bremen führt im Beisein des Örtlichen Ausschusses Sicherheit und Sport (ÖASS) Versuchsreihe mit sogenannter kalter Pyrotechnik durch

Erst nach mehreren Anläufen gelingt es dem Feuerwehrmann, die Flammen auszutreten. Dabei entstehen an der Sohle seiner Stiefel Temperaturen bis zu 100 Grad, Bild: Feuerwehr Bremen

Um die Gefahren der Nutzung illegaler Pyrotechnik in Fußballstadien wird seit Jahren gestritten und diskutiert. Eine in Dänemark entwickelte sogenannte „Kalte Pyrotechnik“ wird als Lösung in diesem Konflikt diskutiert.

Innensenator Ulrich Mäurer: „Wir haben daher der Bitte des SV Werder Bremen entsprochen und sowohl eine Stellungnahme zur kalten Pyrotechnik anfertigen lassen als auch eigene Testreihen dazu unternommen. Bevor man etwas ablehnt, sollte man es ernsthaft prüfen.“
Der Örtliche Ausschuss Sicherheit und Sport (ÖASS) hat sich am vergangenen Mittwoch nun unter anderem mit der sogenannten „Kalten Pyrotechnik“ beschäftigt. Dazu wurden den Mitgliedern des Ausschusses auf der Feuerwache 1 Am Wandrahm durch Personal der Feuerwehr Bremen mehrere Versuche mit entsprechenden Fackeln vorgeführt. Außerdem wurden die Erkenntnisse des Bundesamts für Materialforschung und –prüfung (BAM), das im Frühjahr dieses Jahres auf Bitten der Innenbehörde eine Prüfung der sogenannten „Kalten Pyrotechnik“ vornahm, gemeinsam evaluiert.

Die Versuchsreihen zeigten, dass auch von der sogenannten „Kalten Pyrotechnik“ Gefahren ausgehen. So führte auch die Flamme der sogenannten „Kalten Pyrotechnik“ zum raschen Entzünden von Kleidung und Haaren. Je nach Farbvariante der Fackeln lagen die Temperaturen zwischen 300 und 500 Grad. Außerdem wurden giftige Gase freigesetzt, die zu Augenreizungen und Irritationen an der Haut führen könnten. Elementares Problem des Verbrennungsprozesses dieser augenscheinlich „raucharmen“ Fackel ist, dass sich gerade diese sehr kleinen Rauchpartikel im Lungengewebe besonders tief festsetzen können.
Dr. Hubertus Hess-Grunewald bedankte sich bei Innenbehörde, Feuerwehr und der Gesundheitsbehörde, dass sie sich „gründlich und ernsthaft“ mit der sogenannten „Kalten Pyrotechnik“ auseinandersetzen. Alle anwesenden Institutionen waren sich aufgrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse und der Versuche einig, dass auch diese Pyrotechnik in Menschenmengen trotz einer gewissen Gefahrenreduzierung deutlich zu gefährlich und deshalb in dieser Form keine ungefährliche Alternative zu den von Teilen der Fan-Szene widerrechtlich eingesetzten Bengalos in Stadien ist.
Dr. Hubertus Hess-Grunewald betonte anschließend unter Zustimmung von Innensenator Mäurer: „Wir wollen die Diskussion an dieser Stelle aber nicht beenden und möchten unter anderen den dänischen Konstrukteur dieser Fackeln, Tommy Cordsen, nach Bremen einladen. Es soll mit ihm erörtert werden, inwiefern sich die Produkte der sogenannten ‚Kalten Pyrotechnik‘ nach der Überprüfung des Bundesamts für Materialforschung weiterentwickeln lassen, um die Widersprüche zu Sprengstoffgesetz und Versammlungsstättenverordnung auflösen zu können.“

Die Fackeln des dänischen Pyrotechnikers, die deutlich weniger Hitze als herkömmliche Bengalos abgeben, sind in der EU grundsätzlich zugelassen. Allerdings bezieht sich diese Zulassung auf den Zweck der Seenotrettung und ähnlichem.

EHI veröffentlicht Studie zu Inventurdifferenzen im deutschen Handel

 

Die Rasierklingen verschwinden in der Jackentasche oder das Parfum in der Handtasche. „Im Handel wird nach wie vor gestohlen, was nicht niet- und nagelfest ist“, erklärt Frank Horst, Sicherheitsexperte vom EHI, „trotz aufwändiger Präventivmaßnahmen summieren sich die Verluste in 2018 auf 4,3 Mrd. Euro.“ Nach 4,1 Mrd. Euro in 2017 bedeutet das eine Steigerung von fast 5 Prozent, so die Studie „Inventurdifferenzen 2019“. Welche Zusammenhänge bestehen und welche Trends es bei Präventions- und Sicherheitsmaßnahmen gibt, erläutert Frank Horst Ende Juni 2019 auf dem „EHI Inventur- und Sicherheitskongress 2019“ in Köln.

Eine Milliarde zu Lasten von Mitarbeitern
Von den 4,3 Mrd. Euro – branchengewichtete Hochrechnung für den gesamten deutschen Einzelhandel – entfallen rund 3,75 Mrd. Euro auf Diebstahl, davon rund 2,38 Milliarden Euro auf Diebstähle durch Kunden, den eigenen Mitarbeitern/innen werden gut eine Milliarde angelastet, und Lieferanten sowie Servicekräften werden 350 Millionen Euro an Warenverlusten im Jahr zugerechnet. Statistisch gesehen entfällt auf jeden Haushalt in Deutschland jährlich ein Warenwert von fast 60 Euro, der nicht bezahlt wird. Auf den Lebensmittelhandel projiziert bedeutet dies, dass nach wie vor rund jeder 200. Einkaufswagen unbezahlt die Kasse passiert. 560 Mio. Euro entstehen durch organisatorische Mängel wie falsche Preisauszeichnung oder nicht erfasster Bruch und Verderb.

Der ehrliche Kunde zahlt mit
Bei der Mehrzahl der Studienteilnehmer haben sich die Inventurergebnisse in Prozentpunkten im Vergleich zu 2017 verschlechtert. Eine durchschnittliche Inventurdifferenz von 0,63 Prozent – bewertet zu Einkaufspreisen in Prozent vom Nettoumsatz – schmälert die Renditen im Einzelhandel erheblich. Bewertet zu Verkaufspreisen in Relation zum Bruttoumsatz entspricht dies in branchengewichteter Hochrechnung einem Wert von durchschnittlich 1 Prozent des Umsatzes. Hinzu kommen jährliche Ausgaben des Handels von rund 1,45 Milliarden Euro für Präventions- und Sicherungsmaßnahmen, um seine Waren vor Diebstählen zu schützen. Insgesamt gehen dem Handel damit durch Inventurdifferenzen und Investitionen in Sicherheitsmaßnahmen rund 1,34 Prozent seines Umsatzes verloren, die letztlich jeder Kunde mit bezahlt.

Erneuter Rückgang der Ladendiebstahlsanzeigen
2018 sind die angezeigten Ladendiebstähle laut polizeilicher Kriminalstatistik um 4,1 Prozent zurückgegangen auf insgesamt 339.021 Fälle (Vorjahr 353.384). Während die Zahl der einfachen Ladendiebstähle seit 1997 nahezu kontinuierlich gesunken ist, haben sich schwere Ladendiebstähle in den letzten zwölf Jahren nahezu verdreifacht. Durch die hohe Dunkelziffer von über 98 Prozent besitzt die Statistik nur eine eingeschränkte Aussagefähigkeit. Aus dem durchschnittlichen Schaden aller angezeigten Diebstähle und dem tatsächlichen Schaden im Handel ergibt sich, dass jährlich rechnerisch über 23 Millionen Ladendiebstähle mit je einem Warenwert von 100 Euro unentdeckt bleiben.
Datenbasis: An der aktuellen Untersuchung beteiligten sich 95 Unternehmen bzw. Vertriebsschienen mit insgesamt 22.551 Verkaufsstellen, die einen Gesamtumsatz von rund 98,3 Milliarden Euro erwirtschaftet haben. Die durchschnittliche Verkaufsfläche der beteiligten Geschäfte beträgt 1.240 qm.

Das EHI Retail Institute ist ein Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel mit Sitz in Köln.

Handlungsempfehlungen der Expertenkommission "Sicherheit im Wandel"

Im Mai 2019 hat die Expertenkommission „Sicherheit im Wandel“ ihren Abschlussbericht "Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Zeiten stürmischer Veränderungen" veröffentlicht.

Bild: Staatsministerium Baden Württemberg
Vorstellung der Studie durch den Ministerpräsidenten Kretschmer

Auf der Webseite des Zentrums für Liberale Moderne erfolgte die Veröffentlichung. Darin sind 55 konkrete Handlungsempfehlungen aus den Bereichen Bildung und Weiterbildung, soziale Sicherung, innere Sicherheit und öffentliche Institutionen enthalten, die sich an die Landesregierung Baden-Württemberg, Kommunen und an den Bund richten. Die Kommission, der 14 Mitglieder aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gewerkschaften und Kommunalpolitik angehören, wurde im Januar 2018 vom Zentrum Liberale Moderne mit Förderung der Baden-Württemberg Stiftung ins Leben gerufen. Sie ging der Frage nach, welche Antworten die liberale Demokratie auf die gesellschaftlichen Verunsicherungen durch Globalisierung, Digitalisierung, Migration, demographischen Wandel und Klimawandel finden kann.
Zu den zentralen Empfehlungen zählen u.a.:
Im Bereich Bildung: Eine empirisch fundierte, langfristig angelegte Bildungsplanung, mehr Gewicht auf frühkindliche Bildung, die Festlegung von Mindestzielen für den Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülern, ein verbessertes Monitoring und eine an sozialen Indikatoren ausgerichtete Mittelvergabe an Kindergärten und Schulen. Das Recht auf „Bildung für alle“ sollte entweder ein Studium oder einen qualifizierten Berufsabschluss einschließen.

Im Bereich Weiterbildung: Das Recht auf Bildung muss zu einem Recht auf Weiterbildung erweitert und finanziell unterfüttert werden. In diesem Kontext empfiehlt die Kommission, das Konzept eines „Bildungsgrundeinkommens“ zu konkretisieren und auf seine Realisierbarkeit zu prüfen. Berufsschulen sollten zu Weiterbildungszentren ausgebaut, die Übergänge zwischen Berufsausbildung und Studium erleichtert werden. Die Bundesagentur für Arbeit sollte zu einer Agentur für Arbeit und Weiterbildung ausgebaut werden, die sich stärker der präventiven Qualifizierung von Beschäftigten und der Flankierung von Transformationsprozessen widmet.

Im Bereich Soziale Sicherung: Es braucht neue Instrumente sozialer Teilhabe, die Gerechtigkeitslücken und Defizite des Sozialsystems kompensieren. Dazu gehört eine neue Initiative zur Beteiligung breiter Schichten am Kapitalvermögen, um die Digitalisierungsdividende breiter zu streuen und die Beteiligung aller am gesellschaftlichen Reichtum zu gewährleisten („Eigentum für alle“). Sie wäre eine Ergänzung zur gewerkschaftlichen Lohnpolitik, mit der eine faire Beteiligung der Beschäftigten am Volkseinkommen erreicht werden soll. Eine Stärkung der Tarifbindung ist ein maßgeblicher Beitrag zur „Sicherheit im Wandel.“

Im Bereich innere Sicherheit: Eine erhöhte Präsenz von Ordnungskräften an sozialen Brennpunkten kann das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger ebenso verbessern wie städtebauliche Maßnahmen und eine Wohnungspolitik, die der sozialen Segregation entgegenwirkt. Gewalt darf nicht toleriert werden. Das gilt auch für die Anwendung von Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung. Sie ist Gift für die Demokratie. Wenn sie sich ausbreitet, zerstört sie die zivile politische Kultur. Die politische Bildung sollte ausgebaut und stärker auf Extremismusprävention ausgerichtet werden. Darauf müssen Lehrkräfte besser vorbereitet werden. In kritischen Situationen müssen Experten-Teams bereitstehen, die Schulen, Jugendzentren und Strafanstalten vor Ort unterstützen.

Im Bereich öffentliche Institutionen und aktive Bürgergesellschaft: Der zentrale Ort für Vertrauen und bürgerschaftliches Engagement ist die Kommune. Hier ist die Interaktion zwischen Staat und Bürgern am engsten, und hier können Bürgerinnen und Bürger am stärksten Einfluss nehmen. Die kommunale Selbstverwaltung sollte gestärkt und finanziell besser unterfüttert werden. Sie eröffnet größere Handlungsspielräume vor Ort und ist damit ein wichtiger Beitrag zur Festigung der Demokratie. In diesem Zusammenhang sollte auch das Modell „Bürgerarbeit“ geprüft werden. Es würde Berufstätigen ermöglichen, sich für einen befristeten Zeitraum beurlauben zu lassen, um sich in gemeinnützigen Projekten zu engagieren.

Die Studie können Sie nachlesen unter dem Link: https://stm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/meldung/pid/expertenkommission-sicherheit-im-wandel-praesentiert-ergebnisse/

 

Fünf von sechs Mittelständlern fehlen die einfachsten IT-Schutzmaßnahmen

Cyberangriffe treffen nicht nur große Unternehmen: Kleine und mittlere Betriebe sind häufige Opfer von Cyberkriminellen. Denn viele Mittelständler schludern bei der IT-Sicherheit.

Bild: GDV

Deutschlands Mittelständler vernachlässigen die IT-Sicherheit: Nur jeder sechste Betrieb (16 Prozent) erfüllt zehn einfache Schutzmaßnahmen wie regelmäßige Aktualisierungen von Virenscannern, Datensicherungen oder personalisierte Passwörter für Mitarbeiter. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Befragung im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).
Immerhin 35 Prozent der kleinen und mittleren Betriebe erfüllen acht oder neun der Basisschutz-maßnahmen, bei 27 Prozent sind es sechs oder sieben. Doch jeder fünfte Mittelständler hat nicht einmal die Hälfte der zehn Sicherungsmaßnahmen umgesetzt.

„Fahrlässiger Umgang mit IT-Sicherheit“
„Es ist geradezu fahrlässig, wie der Mittelstand mit seiner IT-Sicherheit umgeht“, sagt GDV-Cyberversicherungsexperte Peter Graß. „Weil immer mehr Betriebe von funktionierenden Computersystemen abhängig sind, sollten Mittelständler mindestens die einfachsten Sicherheitsregeln befolgen.“

In jedem fünften Betrieb (20 Prozent) werden jedoch Administratorenrechte an den IT-Systemen nicht nur an Administratoren vergeben. Jeder dritte Mittelständler (32 Prozent) macht keine wöchentliche Datensicherung. Auch persönliche Zugänge für jeden Mitarbeiter (31 Prozent), eine erzwungene Mindestlänge von Passwörtern (26 Prozent) oder Aktualisierungen von Virenscannern (36 Prozent) fehlen in vielen kleinen und mittleren Betrieben.

Jedes vierte mittelständische Unternehmen (24 Prozent) hat bereits Schäden durch Cyberangriffe erlitten. In vier von zehn Fällen wurde dadurch der Betrieb lahmgelegt.
Dass der deutsche Mittelstand immer abhängiger von funktionierender IT ist, ist bei den meisten Betrieben angekommen: Würde die Unternehmens-IT mehrere Tage ausfallen, sehen sich 63 Prozent der Mittelständler sehr stark oder eher stark eingeschränkt. Nur ein Viertel der Betriebe (26 Prozent) glaubt, nicht so stark oder nur wenig durch einen Ausfall der IT eingeschränkt zu sein. 11 Prozent der Mittelständler gaben an, ohne funktionierende IT keine Probleme im Betrieb zu haben.
Für die Befragung hat Forsa 300 Entscheider in kleinen und mittleren Unternehmen befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland.

Die wichtigsten Ergebnisse der Forsa-Befragung von Entscheidern in kleinen und mittleren Unternehmen:
* Jedes vierte (24%) mittelständische Unternehmen in Deutschland hat bereits Schäden durch Cyberangriffe erlitten.
* In knapp 60 Prozent der betroffenen Unternehmen legte ein erfolgreicher Cyberangriff den Betrieb lahm. Bis die IT-Systeme wieder laufen, vergehen bei den meisten Unternehmen mehrere Tage.
* Rund 80 Prozent der mittelständischen Unternehmen haben Lücken in ihrer IT-Sicherheit.
* E-Mails bleiben das wichtigste Einfallstor: 70 Prozent der erfolgreichen Angriffe gelangten durch das E-Mail-Postfach in die IT-Systeme.

Das Ergebnis der Umfrage können Sie hier nachlesen.

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Bundeslagebild Politische motivierte Kriminalität 2018

Fallzahlen Politisch Motivierte Kriminalität 2018 vorgestellt Politisch motivierte Straftaten zum zweiten Mal in Folge gesunken

Vorstellung Statitik politisch motivierter Kriminalität, Bild: BMI

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat am 15.Mai 2019 gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, in Berlin die Fallzahlen der Politisch Motivierten Kriminalität (PMK) für das Jahr 2018 vorgestellt.
Die Zahl der politisch motivierten Straftaten ist im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge gesunken. Das Bundeskriminalamt hat für 2018 36.062 politisch motivierte Straftaten erfasst.
Damit befindet sich die politisch motivierte Kriminalität allerdings immer noch auf dem dritthöchsten Stand seit Einführung dieser Statistik im Jahr 2001. Bundesinnenminister Horst Seehofer erklärte dazu: "Die Zahl der politisch motivierten Straftaten ist 2018 erneut gesunken. Das ist aber kein Grund zur Entwarnung: Die politisch motivierte Kriminalität bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau. Wir haben allen Grund, wachsam zu bleiben. Der Rechtsstaat wird auch in Zukunft mit allen Mitteln gegen jede Form politisch motivierter Kriminalität vorgehen."
Die Straftaten im Phänomenbereich PMK -rechts- bleiben mit 20.431 registrierten Taten auf Vorjahresniveau (2017: 20.520) und machen weiterhin die Hälfte aller registrierten Straftaten aus. Die Gewaltdelikte im Phänomenbereich "Rechts" sind nach einem starken Rückgang im Vorjahr, wieder leicht (um 2,3 Prozent) angestiegen.
Weiter zurückgegangen sind die Angriffe auf Asyl- und Flüchtlingsunterkünfte. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Rückgang auf 173 Straftaten zu verzeichnen (2017: 312). Damit hat sich der seit Februar 2016 rückläufige Trend weiter fortgesetzt und die Zahlen liegen sogar wieder unter dem Niveau des Jahres 2014.
"Die Zahl der Übergriffe auf Flüchtlinge ist gesunken. Besonders deutlich wird dies bei den Angriffen auf Asylunterkünfte: Hatten wir im Jahr 2016 noch 995 Angriffe, waren es im Jahr 2018 nur noch 173, also ein Rückgang um über 80 Prozent in zwei Jahren.", so der Bundesinnenminister Horst Seehofer.
Die Zahl der Straftaten im Phänomenbereich PMK -links- sind im Vergleich zum Vorjahr (2017: 9.752) um mehr als 18 Prozent auf 7.961 Taten zurückgegangen. Von 1.340 Gewaltdelikten im Phänomenbereich "Links" waren 815 gegen die Polizei gerichtet. Ein großer Anstieg linksmotivierter Straftaten war im Zusammenhang mit den Klimaprotesten im Kontext "Hambacher Forst" zu verzeichnen. Bundesinnenminister Horst Seehofer erklärte dazu: "Gewaltsame Angriffe gegen Polizeibeamte oder Andersdenkende haben mit Versammlungs- oder Meinungsfreiheit nichts zu tun. Der Rechtsstaat wird auch in Zukunft sein Gewaltmonopol durchsetzen und Straftaten konsequent verfolgen."

Das Lagebild PMK bundesweite Fallzahlen finden Sie hier.

Das Lagebild PMK Hasskriminalität finden Sie hier.

Das Lagebild PMK Straftaten gegen Asylheime finden Sie hier.

 

Verbandsmagazin "InfoSicherheit"

Innerhalb der ASW - Bundesgemeinschaft hat das Fachmagazin einen Alleinstellungsmerkmal.

Die ASWN gibt für alle Fragen und Themen rund um „Sicherheit in der Wirtschaft“ eine eigene Verbandszeitschrift, die » InfoSicherheit « heraus - kostenlos für Mitglieder! In vier Ausgaben pro Jahr erfahren die Leserinnen und Leser Neues und Wissenswertes zu den Themenkreisen Wirtschaftskriminalität, Sicherheit der Mitarbeiter, Terrorismus, Reisesicherheit, Länderporträts unter Sicherheitsaspekten, IT-Bedrohungen u.v.a.m.

Die Zeitschrift "infoSicherheit" ist ein deutschsprachiges Fachmagazin für die Wirtschaft in Norddeutschland. Sie behandelt alle Fragen und Themen rund um die Sicherheit in der Wirtschaft. Als Verbandszeitschrift ist sie kostenlos für Mitglieder. In vier Ausgaben pro Jahr erfahren die Leserinnen und Leser Neues und Wissenswertes zu den Themenkreisen Wirtschaftskriminalität, Sicherheit der Mitarbeiter, Terrorismus, Reisesicherheit, Länderporträts unter Sicherheitsaspekten, IT-Bedrohungen u.v.a.m.

Zielgruppe

Die Sicherheitsverantwortlichen in den großen norddeutschen Wirtschaftsunternehmen erhalten die infoSicherheit regelmäßig im Rahmen ihrer Mitgliedschaft. Außerdem erreicht die Zeitschrift die Unternehmen mit erhöhtem Sicherheitsbedarf (z.B. Energieversorger, Banken und Sparkassen) und die Dienstleister in der Sicherheitsbranche (Wachunternehmen, Werttransporteure, Sicherheitsberater, Detekteien). Ebenso erhalten alle norddeutschen Industrie- und Handelskammern, alle Polizeibehörden und ihre Pressestellen, die Gewerbeschulen für Schutz und Sicherheit sowie alle Bibliotheken in den Ausbildungsstätten der Polizei und die norddeutschen Hafensicherheitsbehörden das Fachmagazin zur Information.

Geschichte

Kurz nach dem ersten Erscheinen im Jahr 2006 zeichnete im Oktober 2007 die Stiftung Kriminalprävention die infoSicherheit mit ihrem Medienpreis aus. Der damalige BKA-Präsident Ziercke während der Preisverleihung: "infoSicherheit informiert Unternehmen und Behörden regelmäßig über aktuelle Fragen der Sicherheit in der Wirtschaft und verknüpft diese in einzigartiger Weise mit Hinweisen und Möglichkeiten der Prävention. Klar, unmissverständlich, ohne Skandalierung oder Dramatisierung am Puls des Geschehens, höchst lehrreich und aktuell. Auf das Wesentliche kommt es an. Und das beherrscht die Redaktion vorzüglich."
2014 erschien die Zeitschrift nach einer kurzen Pause in einem neuen Layout und einer neuen Redaktion.

Redaktion

Die infoSicherheit bietet neben den Verbandsnachrichten ein breites Spektrum an Themen aus der Sicherheitswirtschaft, Polizeithemen und höchstrichterliche Urteile an. Das Magazin enthält u.a. die Rubriken
* Editorial
* aus dem Norden
* Titelthema
* Karriere und Wissen
* Wirtschaft, Technik und Politik
* Service.
Die Redaktion greift aktuelle Themen mit Bezug zur Sicherheit in der Wirtschaft auf und entsendet Reporter direkt vor Ort. Titelthemen waren u.a. "Innovationskraft", "Darknet", "G-20-Gipfel" und "Fake-News".

Kontakt:
Anschrift für die Anforderung eines kostenlosen Probeheftes und für kostenpflichtige Bestellung aktueller und älterer Ausgaben:

Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland e.V.
Geschäftsstelle
Kamerbalken 14
22525 Hamburg
Tel.: 040 818036
Fax: 040 814907

Email: kontakt@remove-this.aswnord.de

 

InfoSicherheit Ausgabe 2/2019

Hier können Sie die Ausgabe 2/2019 nachlesen.

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Protector & WIK: Zeitschrift für die Sicherheit der Wirtschaft

Noch mehr Sicherheit - im Abonnement: Protector & WIK liefert 6 Mal im Jahr aktuelle Informationen und Basiswissen zum Thema Sicherheit. Sie wird seit über 25 Jahren von einer unabhängigen und hochqualifizierten Fachredaktion zusammengestellt. Die Redakteure der Protector & WIK bereiten wichtiges Know-howauf, führen Interviews mit relevanten Vertretern der Branche, geben Hinweise zu Risiken, machen Lösungsvorschläge und zeigen praxisnahe Strategien und Anwendungsbeispiele. Mehr Informationen finden Sie auf der Protector & WIK - Homepage:

http://www.sicherheit.info

Die ASWN veröffentlicht in jeder Ausgabe der Protector & WIK einen regionalen Teil mit aktuellen Berichten und Informationen aus dem Verbandsgebiet.

Aktuelle tägliche Sicherheitsmeldungen können Sie auch auf der Homepage von

www.secupedia.de

nachlesen.

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ASWN: Leitfäden und Zertifizierungen

Europaweit verursachen Frachtdiebstähle jährliche Gesamtkosten von über acht Milliarden Euro. Geraubt werden nicht nur Uhren und Notebooks. Im Visier der Täter sind unterschiedliche Waren, angefangen bei Lederbekleidung bis hin zu Tabakwaren. Für die Betriebe haben verspätete bzw. ausgefallene Warensendungen häufig Produktionsausfälle und Auftragsstornierungen zur Folge. Einer erhöhten Gefahr sind die Lkw-Fahrer ausgesetzt. Denn bei jeder fünften Tat werden sie tätlich angegriffen und ihr Leben bedroht.

Schutz vor Frachtdiebstählen

Europaweit verursachen Frachtdiebstähle jährliche Gesamtkosten von über acht Milliarden Euro. Geraubt werden nicht nur Uhren und Notebooks. Im Visier der Täter sind unterschiedliche Waren, angefangen bei Lederbekleidung bis hin zu Tabakwaren. Für die Betriebe haben verspätete bzw. ausgefallene Warensendungen häufig Produktionsausfälle und Auftragsstornierungen zur Folge. Einer erhöhten Gefahr sind die Lkw-Fahrer ausgesetzt. Denn bei jeder fünften Tat werden sie tätlich angegriffen und ihr Leben bedroht.

Fünf Institutionen bzw. Gesellschaften bündeln deshalb ihre Aktivitäten an unterschiedlichen Stellen der Lieferkette:

  • Das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen
  • Die Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland (ASW Nord e.V.)
  • TimoCom und Teleroute, marktführende Anbieter von Frachtenbörsen
  • HDI-Gerling Industrie, langjähriger Industrie- und Transportversicherer

Gemeinsam haben diese Partner eine Informationsbroschüre entwickelt: "Frachtdiebstähle: Transportgefahren aktiv verringern" Darin finden gefährdete bzw. betroffenen Unternehmen, Disponeten und (nicht zuletzt!) Fahrer Informationen darüber, auf welchen feldern Risiko mindernde Gegenstrategien ansetzen können. Sie reichen von technischen Anpassungen über veränderte organisatorische Maßnahmen bis hin zu entsprechend präventiven Verhaltensweisen bei den Fahrern.

Alle Module der Broschüre zum Download:

Frachtdiebstähle Broschüre

Frachtdiebstähle Infoblatt Unternehmen

Frachtdiebstähle Checkliste Unternehmen

Frachtdiebstähle Infoblatt Disponenten

Frachtdiebstähle Checkliste Disponenten

Frachtdiebstähle Infoblatt Fahrer

Frachtdiebstähle Checkliste Fahrer

Musterformular freiwillige Selbstauskunft

BMI Leitfaden "Kritische Infrastrukturen"

Der Leitfaden richtet sich an die Betreiber Kritischer Infrastrukturen. Er soll ihnen Hilfestellungen beim Aufbau und der Weiterentwicklung ihres jeweiligen Risiko- und Krisenmanagements geben. Auf Grundlage der allgemeinen Empfehlungen des Basisschutzkonzeptes zum Schutz Kritischer Infrastrukturen (Bundesministerium des Innern, 2005) stellt er Methoden zur Umsetzung eines Risiko- und Krisenmanagements dar und ergänzt diese um praktische Handreichungen in Form von Beispielen und Checklisten. Bei der Entwicklung des Leitfadens wurden das Bundesministerium des Innern, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik durch Experten der unternehmerischen Praxis unterstützt.


Den Leitfaden zum Download finden Sie auf der Homepage des BMI:

Bundesministerium des Innern 

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Aktuelle Meldungen zur Sicherheit

Als zusätzliches Produkt unter der Marke „info Sicherheit“ bietet die ASWN seinen Mitgliedern den Service „info Sicherheit aktuell“ an. Darin werden zum Beispiel Kriminalitätslagebilder des BKA sowie weitere relevante Sicherheitsmeldungen in elektronischer Form aufbereitet und zur Verfügung gestellt. Diese Meldungen sind zudem so gestaltet und formatiert, dass sie im Unternehmen als Sicherheitshinweise weitergeleitet werden können.

"Der Mensch bleibt Krisenursache Nummer eins"

Ergebnisse der Krisenpräventionsumfrage 2019 veröffentlicht: Erfahrene Krisenmanager und Pressesprecher geben Einblicke in ihre Arbeit.

Grafik: Krisennavigator
Grafik: Krisennavigator Kiel
Bild: Krisennavigator Kiel
 

Drei von vier befragten Unternehmen, Behörden und Verbänden in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein mussten 2018 mindestens einen Krisenfall bewältigen. Jede zweite Organisation führt regelmäßig Krisenübungen durch und hält Krisenräume bereit. Auf PR-Manager und Geschäftsführer will kaum ein Krisenstab verzichten. Digitalisierung, Klimawandel und politische Instabilitäten hinterlassen deutliche Spuren in der Krisenerwartung der befragten Fach- und Führungskräfte. Das sind einige Ergebnisse der Krisenpräventionsumfrage 2019, die das Krisennavigator - Institut für Krisenforschung, ein Spin-Off der Universität Kiel, durchgeführt hat. Die Studie wurde von der Deutschen Gesellschaft für Krisenmanagement e.V. (DGfKM), dem Berufsverband der Krisenmanager mit Sitz in Hamburg, unterstützt.

An der Umfrage im März und April 2019 haben Krisenbeauftragte (35 Prozent) und Kommunikationsmanager (65 Prozent) aus 85 Institutionen teilgenommen – 75 Prozent aus Unternehmen, 15 Prozent von Behörden und 9 Prozent aus Verbänden. Gut die Hälfte der Umfrageteilnehmer nimmt eine Leitungsfunktion wahr (54 Prozent). Drei von vier befragten Organisationen mussten 2018 mindestens einen Krisenfall bewältigen (75 Prozent), mehr

Die vollständige Pressemeldung können Sie hier nachlesen: https://www.krisennavigator.de/Der-Mensch-bleibt-Krisenursache-Nummer-eins-Ergebnisse-der-Krisenpraeve.684.0.html

 

Interview mit Hacker Michael Wiesner „Viel zu oft geht Machbarkeit vor Sicherheit“

Hacker Michael Wiesner, Bild: GDV

Er greift Server an, schickt Phishing-Mails und enttarnt Geschäftsgeheimnisse. Michael Wiesner ist Hacker – aber einer von den Guten. In einem interessanten Interview mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaftt spricht er über unmoralische Angebote, leichtfertige Unternehmer und fehlende staatliche Konzepte.
Hacker Michael Wiesner: „Gerade im Bereich des staatlich beauftragten Hackens haben wir den größten Dunkelbereich.”

Das Interview sowie ein Video können Sie unter dem Link nachlesen:  https://www.gdv.de/de/themen/news/-viel-zu-oft-geht-machbarkeit-vor-sicherheit--44970

 

 

BKA Bundeslagebilder | Jahresberichte

BKA | FIU-Jahresbericht:

Im Zusammenhang mit den Anschlägen auf das World Trade Center am 11.09.2001 wurden national und international bei der Bekämpfung der Geldwäsche und der Finanzierung des Terrorismus eine Reihe neuer gesetzlicher Vorgaben und Richtlinien verabschiedet, die das Betätigungsfeld von Straftätern immer mehr einschränken sollen. So wurde im Bundeskriminalamt eine Zentralstelle für Verdachtsanzeigen, im internationalen Sprachgebrauch FIU (Financial Intelligence Unit) genannt, geschaffen.

BKA:_Lagebilder_und_Jahresberichte

BKA | Bundeslagebild Cybercrime:

Hier finden Sie die Lagebilder und Kernaussagen zur Cybercrime (früher IuK-Kriminalität) seit dem Jahr 2008.

BKA:_Lagebilder_und_Jahresberichte

BKA | Bundeslagebild Falschgeldkriminalität:

Das Bundeslagebild "Falschgeldkriminalität" enthält in gestraffter Form die aktuellen Erkenntnisse zu Lage und Entwicklung im Bereich der Falschgeldkriminalität und erstreckt sich auf die Delikte der Geldfälschung des 8. Abschnitts des Strafgesetzbuchs.

BKA:_Lagebilder_und_Jahresberichte

BKA | Bundeslagebild Korruption:

Die Bundeslagebilder Korruption enthalten in gestraffter Form die aktuellen Erkenntnisse zur Lage und Entwicklung im Bereich der Korruption. Sie basieren auf den Zulieferungen der Landeskriminalämter auf der Grundlage eines bundeseinheitlichen Erhebungsbogens.

BKA:_Lagebilder_und_Jahresberichte

BKA | Bundeslagebild Organisierte Kriminalität:

Die Bundeslagebilder „Organisierte Kriminalität“ enthalten in gestraffter Form die aktuellen Erkenntnisse zu Lage und Entwicklung im Bereich der Organisierten Kriminalität. Sie werden vom Bundeskriminalamt auf Grundlage der im Mai 1990 von der AG Justiz/Polizei entwickelten Definition „Organisierte Kriminalität“ in Zusammenarbeit mit den Landeskriminalämtern, dem Zollkriminalamt und dem Bundespolizeipräsidium erstellt. Die im Berichtszeitraum anhängigen OK-Ermittlungsverfahren werden hierbei nach einem bundesweit einheitlichen Raster erhoben.

BKA:_Lagebilder_und_Jahresberichte

BKA | Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität:

Aus Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik und dem kriminalpolizeilichen Nachrichtenaustausch werden die Bundeslagebilder Wirtschaftskriminalität erstellt. Sie enthalten in gestraffter Form die aktuellen Erkenntnisse zur Lage und Entwicklung im Bereich der Wirtschaftskriminalität.

BKA:_Lagebilder_und_Jahresberichte

BKA | Bundeslagebild Zahlungskartenkriminalität:

Das Bundeslagebild "Zahlungskartenkriminalität" enthält in gestraffter Form die aktuellen Erkenntnisse zur Lage und Entwicklung im Bereich der Zahlungskartenkriminalität. Es erstreckt sich ausschließlich auf Debit- und Kreditkarten (zusammengefasst als Zahlungskarten bezeichnet). Das Phänomen des Diebstahls digitaler Daten von Zahlungskarten und deren anschließender Verwertung im Internet wird zudem im "Bundeslagebild IuK-Kriminalität 2009" dargestellt.

BKA:_Lagebilder_und_Jahresberichte

Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland

Mit dem Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 legt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde einen umfassenden und fundierten Überblick über die Bedrohungen Deutschlands, seiner Bürgerinnen und Bürger und seiner Wirtschaft im Cyber-Raum vor. Zudem werden Gegenmaßnahmen des BSI und die gemeinsam mit Partnern gefundenen Lösungsansätze für die Akteure in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft dargestellt.
Die Gefährdungslage ist weiterhin hoch. Im Vergleich zum vorangegangen Berichtszeitraum hat sie sich weiter verschärft und ist zudem vielschichtiger geworden. Es gibt nach wie vor eine hohe Dynamik der Angreifer bei der Weiterentwicklung von Schadprogrammen und Angriffswegen. Darüber hinaus gibt es z. B. mit den entdeckten Schwachstellen in Hardware eine neue Qualität der Bedrohung, wie bei den Sicherheitslücken Spectre/Meltdown und Spectre NG, die ohne einen Austausch der Hardware nicht vollständig geschlossen werden können.
Download des Lageberichts unter:

https://www.bsi.bund.de/DE/Publikationen/Lageberichte/lageberichte_node.html

 

Bundeslagebild Waffenkriminalität 2018

Bild: BKA

Das Bundeslagebild Waffenkriminalität 2018 stellt in gestraffter Form die wesentlichen Entwicklungen im Bereich der Waffenkriminalität dar. Es basiert auf statistischem Zahlenmaterial der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS). In der PKS werden die der Polizei bekanntgewordenen und abschließend bearbeiteten Straftaten (einschließlich mit Strafe bedrohter Versuche) nach Abgabe an die Staatsanwaltschaft erfasst.
Sachverhalte der Waffenkriminalität können in der PKS als Verstoß gegen das Waffengesetz (WaffG), als Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz (KrWaffKontrG), aber auch als sonstige Straftat unter Verwendung einer Schusswaffe registriert sein.

Das Bundeslagebild 2018 finden Sie hier.

Broschüre: Öffentliche Sicherheit in Deutschland stärken

Unter diesem Titel präsentiert die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) eine 46seitige Broschüre mit Reformvorschlägen für die deutsche Sicherheitsarchitektur, die in Berlin am 08. November 2018 von ca. 150 Sicherheitsexperten aus Politik, Behörden, Justiz, Gewerkschaften, Verbänden und Medien erörtert wurden.

Die Broschüre, in der sechs Aufsätze niedergeschrieben sind, will erste Anregungen zur politischen Diskussion über die Weiterentwicklung der deutschen Sicherheitsarchitektur weitergeben. Sie soll damit ein Impulsgeber und ein Grundstein für eine dringend notwendige Debatte zur Zukunft der Inneren Sicherheit in einem modernen Sozial- und Rechtsstaat sein.
Die GdP konnte sich in dieser Debatte gut einbringen, da einer der sechs Fachbeiträge von Frank Buckenhofer ist, der zur wirksamen Bekämpfung der Steuer-, Finanz- und Wirtschaftskriminalität ein Plädoyer für eine stärkere Integration des Zolls in die Sicherheitsarchitektur formulierte und in diesem Zusammenhang auch viele Gründe zur notwendigen strategischen Neuausrichtung des Zolls und für die Bildung einer deutschen Finanzpolizei gab. Erfreut waren die anwesenden GdP-Vertreter dann umso mehr darüber, dass sich Eva Högl, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, bereits in ihrem Eingangsstatement in der Eröffnungsdiskussion mit BKA-Präsident Holger Münch, dem GdP Bundesvorsitzenden Oliver Malchow sowie dem Berliner Innenstaatssekretär Torsten Akmann klar dazu bekannte, dass die SPD hinter den Überlegungen der GdP zu einer Finanzpolizei steht, die schließlich auch Beschlusslage der SPD (Anmerkung: Bundesparteitag Juni 2017, Dortmund) sei.

Download der Broschüre unter: http://www.gdp-zoll.de/2018/11/oeffentliche-sicherheit-in-deutschland-staerken/

Quelle:Gewerkschaft der Polizei/Zoll ausa Hilden

VBG-Securityreport 2018: Trends und Entwicklungen der Sicherheitsbranche

Die Branche der Sicherungsdienstleistungen ist eine Wachstumsbranche, sowohl in der Anzahl der Unternehmen und Beschäftigten, als auch im Angebot an Dienstleistungen. Für den Securityreport wurden die Arbeits- und Wegeunfälle der letzten Jahre analysiert.
Überall dort, wo der Bedarf an Schutz von Objekten, Menschen und Werten gefordert wird, eröffnen sich für diese Branche neue Tätigkeitsfelder. Dies bringt leider immer mehr Gefahren und Risiken für die Beschäftigten mit sich.
Für den Securityreport wurden die Arbeits- und Wegeunfälle der letzten Jahre analysiert und Schwerpunkte herausgestellt. Neben den Unfällen mit Fahrzeugen, den Sturz- Rutsch- und Stolperunfällen war eine starke Zunahme an Konfrontationsunfällen zu beobachten. Diese Übergriffe auf die Beschäftigten wurden vermehrt in den Einsatzbereichen
* Warenhausdetektive und -detektivinnen, sowie Shopguards
* Kontrolltätigkeiten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)
* sowie in Einrichtungen für Geflüchtete
beobachtet.
Der Securityreport zeigt auch Möglichkeiten für die Betriebe auf, durch eine zielgerichtete Prävention diese Unfälle zu verhindern. Hierzu bietet die VBG neben Prämien für ausgewiesene Maßnahmen im Prämienkatalog, auch Seminare für Beschäftigte und Informationen für Betriebe an.
Der Securityreport ist für alle Mitgliedsunternehmen der VBG kostenfrei erhältlich. Entweder als Download über den Link auf dieser Seite oder als Printversion über ihre Bezirksverwaltung.

Download des Reports unter: http://www.vbg.de/DE/3_Praevention_und_Arbeitshilfen/1_Branchen/14_Sicherungsdienstleistungen/1_Aktuelles/aktuelles_node.html

Quelle: Verwaltungsberufsgenossenschaft Hamburg

Sicherheitswirtschaft und Zeitgeschichte: Große Fragen an eine kaum beachtete Branche?

Forscher der Ruhr-Universität Bochum wagt sich an eine verdrängte Historie.

Die um 1900 in ihrer modernen Form entstehende Dienstleistungsbranche taucht weder in größeren historiographischen Überblicks- und Standardwerken auf, noch liegen bislang empirische Spezialstudien hierzu vor. Und dies ist durchaus bemerkenswert und verwundert zugleich, da die Zeitgeschichtsforschung ihrem professionellen Selbstverständnis nach ihre Fragestellungen aus den Problemlagen der Gegenwart gewinnt. Die öffentliche Präsenz wie gesellschaftliche Relevanz der Sicherheitswirtschaft ist gerade in den letzten Jahrzehnten erheblich gewachsen – und auf diese Weise auch im Alltag sicht- und erfahrbar.

Doch warum zeigen sich gerade  deutsche Historiker so auffallend desinteressiert an einer rasch expandierenden Branche, die unseren heutigen Alltag in ganz erheblicher Weise mit beeinflusst? MARCUS BÖICK will dies nun ändern. Er ist Akademischer Rat am Historischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. In diesem Frühjahr beginnt er mit der breit angelegten Studie.  Böick hatte 2016 mit einer vielbeachteten Arbeit zur Geschichte der Treuhandanstalt und ihres Personals promoviert, die im Sommer 2018 („Die Treuhand. Idee – Praxis – Erfahrung 1990-1994“) erschien.

Die Geschichte von Sicherheitsgewerbe und Sicherheitswirtschaft in Deutschland fristet damit aus historiographischer Sicht ein Nischendasein. Dies korrespondiert auch mit dem diffusen Selbstbild einer häufig beargwöhnten Branche, deren zahlreiche Unternehmen bevorzugt im Hintergrund agierten und das Licht der Öffentlichkeit zu meiden versuchten. Dennoch verwundert das zeit-historische Desinteresse umso mehr, je tiefer man in die wechselvolle Branchen-geschichte eintaucht, die auf das Engste mit den verschiedenen Umbrüchen und Dynamiken des 20. Jahrhunderts verknüpft ist.
Die private Bewachung als besonders sensibel erachteter Objekte wie Betriebs-stätten, Kasernen, Verkehrsinfrastrukturen, Großveranstaltungen oder auch Privatwohnungen wurde so zum beständigen Gegenstand umfassender Debatten. Diese vollzogen sich im Spannungsfeld staatlicher Sicherheitsgarantien, privatwirtschaftlicher Interessen sowie einer sich zunehmend ausdifferenzierenden Nachfrage nach Sicherheitsdiensleistungen - vor allem auch bei Unternehmen und Privatpersonen. An diesem Punkt will nun ein neues zeithistorisches Forschungsprojekt der Ruhr-Universität Bochum ansetzen. Auf einer möglichst breiten Grundlage zahlreicher Unternehmens-, Verbands- sowie staatlicher Archive, öffentlicher (Fach-)Publikationen sowie politischer bzw. medienöffentlicher Debattenbeiträge soll dieses dynamische Spannungsverhältnis zwischen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft im „Zeitalter der Extreme“ (Eric Hobsbawm) in Form einer übergreifenden Branchengeschichte nachgezeichnet werden.

Es geht dabei insbesondere um die sich stets wandelnden Vorstellungen, Konzeptionen und Praktiken einer „Privatisierung“ bzw. „Ökonomisierung“ oder „Rückverstaatlichung“ des staat-lichen Gewalt- und Sicherheitsmonopols im 20. Jahrhundert: Unter welchen Bedingungen konnte sich die Branche um die Jahrhundertwende etablieren? Wie transformierte sie sich im Ersten Weltkrieg? Welche Rolle kam ihr in den wechselvollen, oft krisenhaften Phasen der Weimarer Republik zu? In welchem Verhältnis stand sie zum NS-Regime und insbesondere zu dessen Gewalt- und Zwangsmaßnahmen der Kriegszeit? Wie gelang die Wiederbegründung der Branche nach 1945 im geteilten Deutschland? Welche Faktoren beschleunigten ihre beträchtliche Expansion seit den 1970er-Jahren? Welche Folgewirkungen ergaben sich schließlich in der jüngsten Vergangenheit nach dem Ende des Ost-West-Konflikts 1989/90 – gerade mit Blick auf gegenwärtige Heraus-forderungen wie Globalisierung, Digitalisierung, Terrorismus und Migration?

Der Presesprecher der ASW Norddeutschland stellt Markus Böick einen selbst verfassten Aufsatz mit dem Titel "Die Geschichte des Bewachungsgewerbes von 1933 bis 1945" zur Verfügung. In diesem Aufsatz wird die Gleichgeschaltung der Branche der Wach- und Schließgesellschaften im natonalsozialistischen Sinne beschrieben. Nachdem das Bewachungsgewerbe unter staatspolizeiliche Aufsicht gestellt wurde, wurde sie während des 2. Weltkrieges hauptsächlich zur Bewachung von Zwangsarbeits- und anderen Lagern mißbraucht.

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Sicherheitsgefühl in Deutschland

Erste Ergebnisse des Deutschen Viktimisierungssurvey 2017 vom Bundeskriminalamt(BKA) veröffentlicht.

Bild: BKA Viktimierungsstudie des Bundeskriminalamt

Wie sicher fühlen sich die Menschen in Deutschland? Welche Erfahrungen als Opfer einer Straftat haben sie gemacht? Unterscheidet sich das Gefühl der Sicherheit von der Wahrnehmung tatsächlicher Kriminalitätsrisiken? Antworten auf diese und andere Fragen zur Wahrnehmung von Kriminalität liefert der Bericht zum „Deutschen Viktimisierungssurvey 2017“ (DVS), aus dem heute in der Bundespressekonferenz in Berlin zusammen mit der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) erste Ergebnisse vorgestellt wurden.

Opferbefragungen geben Aufschluss über Trends der Kriminalitätsentwicklung und das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger. Sie sind eine Ergänzung zur PKS und ein wichtiges Mittel, um die Ausmaße und Folgen von Kriminalität abzuschätzen.
Deutschland ist im Hinblick auf die tatsächliche Kriminalitätsbelastung und die gefühlte Sicherheit der Menschen ein sicheres Land – das ist einer der zentralen Befunde der Umfrage. Das Unsicherheitsgefühl hat zwar im Vergleich zu 2012 leicht zugenommen, bewegt sich jedoch weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.

Dr. Dina Hummelsheim-Doss, Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg (MPI): „Neben dem Kriminalitätsaufkommen ist das Sicherheitsgefühl der Menschen ein wichtiger Indikator für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
Auch die Aussagekraft der Polizeilichen Kriminalstatistik wird hinsichtlich der Kriminalitätsentwicklung durch die Umfrage bestätigt – die Anzeigenbereitschaft hat sich gegenüber 2012 nicht verändert, was den Schluss zulässt, dass auch das Dunkelfeld konstant geblieben ist.
Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Menschen in Deutschland den Institutionen der Strafverfolgung, der Polizei im Allgemeinen, dem BKA, der Staatsanwaltschaft und den Gerichten unter den verschiedenen Institutionen das höchste Vertrauen entgegenbringen.

BKA-Präsident Holger Münch: „Dieses Vertrauen gilt es zu erhalten: Durch eine professionelle, effektive, verhältnismäßige und immer rechtmäßige Polizeiarbeit, durch Ansprechbarkeit und Transparenz sowie durch den Nachweis der Handlungsfähigkeit sowohl in der analogen als auch in der digitalen Welt.“
Auch für die Zukunft ist es wichtig, auf aussagekräftige Opferbefragungen zugreifen zu können, sie vergleichbar zu halten und durch stetige Weiterentwicklung den gesellschaftlichen Bedürfnissen ihrer Zeit anzupassen. Ein regelmäßiger bundesweiter Viktimisierungssurvey „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“ ist daher in Vorbereitung.

Nähere Informationen erhalten Sie unter dem Link: https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Forschung/ForschungsprojekteUndErgebnisse/Dunkelfeldforschung/

Den Ergebnisbericht des BKA finden Sie hier

Zweite Dunkelfeldbefragung der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern

Innenminister Lorenz Caffier: Wohnumfeld beeinflusst Sicherheitsgefühl nicht unerheblich.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ist eine der bedeutendsten Quellen für die Bewertung der Sicherheitslage in Mecklenburg-Vorpommern. Nach der aktuellen Kriminalstatistik konnte für Mecklenburg-Vorpommern ein erneuter Rückgang der Gesamtzahl der im vergangenen Jahr erfassten Straftaten festgestellt werden. Die Kriminalstatistik bildet allerdings nur das sogenannte Hellfeld, also die Gesamtheit aller bei der Polizei registrierten und bearbeiteten Straftaten ab.
Delikte, von denen die Polizei aus diversen Gründen keine Kenntnis erlangt, sind in der PKS demnach nicht dargestellt. Für eine ganzheitliche Betrachtung der Sicherheitslage ist allerdings eine Betrachtung sowohl des Hell- als auch des Dunkelfeldes angezeigt.
Zur Erhellung des Dunkelfeldes wurde im Jahr 2018 bereits zum zweiten Mal nach 2015 durch die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege M-V im Zusammenwirken mit dem Landeskriminalamt M-V und der Universität Greifswald eine Dunkelfeldbefragung zur Sicherheit und Kriminalität in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt.
Dazu wurden 10.424 Bürgerinnen und Bürger Mecklenburg-Vorpommerns ab 16 Jahren ausgewählt und zu ihrem Sicherheitsgefühl, ihrer Kriminalitätsfurcht, den eigenen Opfererfahrungen, dem Anzeigeverhalten und ihren Erfahrungen mit der Polizei für das Jahr 2017 befragt.
Im Ergebnis der jüngsten Dunkelfeldbefragung in Mecklenburg-Vorpommern lassen sich folgende Kernaussagen treffen:

1. Der im Hellfeld festgestellte Rückgang der Gesamtzahl der Straftaten wird durch die Erhebung im relativen Dunkelfeld bestätigt.
2. Im Vergleich zur Dunkelfeldbefragung 2014 ist das Sicherheitsgefühl weiter gestiegen. Das Wohnumfeld und die kommunale Infrastruktur haben direkten Einfluss auf die Kriminalitätsfurcht und das Sicherheitsgefühl
3. Die Anzeigebereitschaft insgesamt ist gestiegen, im Bereich der Häuslichen Gewalt und bei Sexualdelikten aber auf einen weiterhin sehr niedrigen Niveau.

Innenminister Lorenz Caffier: „Die vorliegenden Daten der Befragung lassen den Schluss zu, dass es sich bei der Verringerung der Delikte im Hellfeld nicht um eine Verdrängung ins Dunkelfeld handelt. Mecklenburg-Vorpommern wird also tatsächlich sicherer.“
Anzeigebereitschaft
Die Befunde der Untersuchung zeigen, dass insgesamt 28% der Straftaten angezeigt wurden. Die Bereitschaft zur Erstattung einer Strafanzeige ist in der Bevölkerung in den vergangenen Jahren gestiegen. (Befragung 2014: 7 %)
Wahrnehmung der Polizei
Die Polizei allgemein und ihr Handeln in einer konkreten Situation ist von den Befragten überwiegend positiv bewertet worden. Den höchsten Anteil an Zustimmung erhielten dabei die Aussagen zu Vertrauenswürdigkeit und respektvollem Verhalten. Es zeigt sich im Vergleich zum Jahr 2014, dass die Landespolizei im Jahr 2017 vertrauenswürdiger wahrgenommen wird.

Die Ergebnisse der Dunkelfeldbefragung finden Sie unter dem Link: https://www.regierung-mv.de/serviceassistent/_php/download.php?datei_id=1611879

 

Positionspapiers zum Phänomenbereich der Clankriminalität

Positionspapier Clankriminalität des BDK
Bild: BDK

Clan-Kriminalität in deutschen Großstädten, so auch in Berlin, ist derzeit ein Thema in den Medien.

Unter Fachleuten ist die Entwicklung dieser Form von Banden- und organisierter Kriminalität schon lange ein großes Problem. Der Bund deutscher Kriminalbeamter hat nun unter Federführung von Kriminaldirektor Carsten Wendt und des Landesvorsitzenden des BdK Berlin,  Daniel Kretzschmar, die Ausarbeitung eines Positionspapier abgeschlossen.

Unter Mitwirkung der maßgeblich betroffenen Landesverbände NRW und Niedersachsen und von weiteren BDK-Mitgliedern, der Staatsanwaltschaft Berlin, dem Bezirksamt Berlin-Neukölln (Falko Liecke) und dem wissenschaftlichen Beirat des BDK unter Leitung des BKA-Präsidenten a.D. und Bundesvorsitzenden des Weißen Rings Jörg Ziercke, entstand diese Arbeit der Spezialisten mit dem vorliegenden Positionspapier.

Es umreißt die grundsätzliche Problematik der Clankriminalität, beleuchtet die aktuellen Brekämpfungs-ansätze und Projekte der Behörden und führt zu einem umfassenden Forderungskatalog des Kripo-Fachverbandes.

Das Papier finden Sie hier.


Entgrenzung: Wie die „Interventionistische Linke“ demokratische Initiativen instrumentalisieren will

Neuste Informationen des Landesamtes für Verfassungschutz Hamburg

Präsident des LfV Hamburg Torsten Voss
Bild: T-Online

Verfassungsfeindliche Gruppierungen der verschiedenen Phänomenbereiche, wie z.B. die gewaltorientierte Linksextremisten, versuchen im Rahmen ihrer Entgrenzungsstrategie, ihre extremistischen Positionen auch in demokratische Kreise zu transportieren oder vorhandene Protestbewegungen für sich zu vereinnahmen und zu steuern.
Beispiele im Bereich des Islamismus sind die jüngsten Versuche der gewaltorientierten Hizb-ut Tahrir: Zum einen mit ihrer „Kopftuchkampagne“ unter der Tarnbezeichnung „Realität Islam“, des Weiteren über die strategische Gründung des Sportvereins Adil e.V. Für den Phänomenbereich des Rechtsextremismus ist die so genannte „Merkel-muss-weg“-Kampagne“ (neuerdings unter dem Motto „Michel, wach endlich auf“) zu nennen, über die der Hamburger Verfassungsschutz seit Anfang 2018 frühzeitig und mehrfach berichtet hat. Dieser Entgrenzungsstrategie bedienen sich auch gezielt linksextremistische Gruppierungen wie die „Interventionistische Linke“ (IL).  So versuchte die IL, allerdings erfolglos, das Bündnis „Fridays For Future“ zu beeinflussen und unterstützt einen Kongress des AStA der Uni Hamburg.

Entgrenzung

Vor allem in den Phänomenbereichen Linksextremismus, Rechtsextremismus und Islamismus hat die Abgrenzung zwischen extremistischen und nichtextremistischen Bereichen an Trennschärfe verloren, insbesondere über die gezielte strategische und taktische Besetzung gesellschaftlich breit diskutierter oder akzeptierter Themen durch Extremisten; sie nutzen in diesem Kontext auch alle Möglichkeiten des Internets, speziell sozialer Netzwerke, um ihre Thesen und Ideen zu verbreiten und Kampagnen zu unterstützen. Diese Entwicklung wird im Verfassungsschutzverbund als „Entgrenzung“ bezeichnet.
Linksextremisten nutzen unterschiedliche Strategien, um gesellschaftlich als relevante Kraft wahrgenommen zu werden und mit ihrer Ideologie in demokratische Bereiche einzudringen. Verfassungsfeindliche Positionen sollen in den gesamtgesellschaftlichen Diskurs eingebracht werden, um politische Entscheidungen und den demokratischen Diskussionsprozess zu beeinflussen. Weitere Ziele sind, in bürgerlich-demokratischen Kreisen akzeptiert zu werden sowie weitere Anhänger zu gewinnen. Eine der aktivsten linksextremistischen Organisationen dieser Art ist in Hamburg die hiesige Ortgruppe der IL mit ihrem öffentlichen Gesicht Emily Laquer.
Beispielhaft für die Entgrenzung extremistischer Inhalte ist die Einflussnahme der IL auf die Hamburger Ortsgruppe des Klimaschutz-Bündnisses „Ende Gelände“ (EG HH). EG HH wurde im Jahr 2018 unter maßgeblicher Mitwirkung der IL gegründet und aufgebaut.

Die vollständigen Informationen finden Sie unter: https://www.hamburg.de/innenbehoerde/schlagzeilen/12443486/wie-die-interventionistische-linke-demokratische-initiativen-instrumentalisieren-will/

 

Studien, Umfragen und Statistiken zur Sicherheit

Interessante Studien, Umfragen und Statistiken zu Unternehmenssicherheit und Wirtschaftskriminalität stellt die ASWN ebenfalls regelmäßig online zur Verfügung. Informationen der Sicherheitsbehörden stehen exklusiv nur ASWN-Mitgliedern zur Verfügung.

Methoden der Kompetenzerfassung in der beruflichen Erstausbildung in Deutschland

Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten für das Lernen und Prüfen in der beruflichen Bildung. Das gilt auch für die Messung von Kompetenzen bei Auszubildenden. In der Forschung zeigt sich dabei klar ein Trend hin zu computerbasierten Testinstrumenten. Das ist ein Ergebnis der jetzt erschienenen literaturbasierten Überblicksstudie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), die erstmals einen systematischen Einblick über die in der Forschung entwickelten Methoden zur Kompetenzmessung in der beruflichen Bildung in Deutschland liefert.

Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem für die Ausbildungsberufe Industriekaufmann/-frau, Kfz-Mechatroniker/-in sowie Medizinische/-r Fachangestellte/-r Tests zur Kompetenzmessung vorliegen. Diese meist computerbasierten Testinstrumente mit hohem Standardisierungsgrad nehmen hauptsächlich die fachlichen Kompetenzen in den Blick, gefolgt von den allgemeinen Kompetenzen wie Lese- und Mathematikkompetenzen und den sozial-kommunikativen Kompetenzen.

Die vorliegende Studie bietet einen systematischen Überblick über die in Deutschland im Kontext der Berufsausbildung verfügbaren Methoden der Kompetenzerfassung. Hierzu wurden 58 Veröffentlichungen aus den Jahren 2001 bis 2017 in die Studie einbezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Instrumente insbesondere auf kaufmännische, gewerblich-technische und Gesundheitsberufe beziehen. Der Großteil der Instrumente befasst sich mit der Feststellung fachlicher Kompetenzen (66 %), gefolgt von allgemeinen (24 %) und sozial-kommunikativen Kompetenzen (9 %). Weiter ist ein Trend zu IT-gestützten Verfahren zu verzeichnen.

Im Fazit liegt eine gute Basis an Instrumenten zur Kompetenzfeststellung in der Berufsausbildung vor, die jedoch auf weitere Berufsfelder ausgeweitet werden sollte. Zudem sind vor einem Breitentransfer zusätzliche Validierungen und Erprobungen der Instrumente in der Praxis notwendig.

Die Studie können Sie hier nachlesen.

Umfrage: "Generation Mitte" beklagt wachsende Aggressivität, Egoismus und Respektlosigkeit

Die gesellschaftlichen Entwicklungen bereiten der Generation Mitte jedoch zunehmend Sorgen, zeigt die aktuelle Allensbach-Untersuchung für den GDV.

„Aggressivität und Egoismus, immer weniger Respekt und auch eine wachsende Fremdenfeindlichkeit bereiten der mittleren Generation Sorgen“, sagte die Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Renate Köcher, bei der Vorstellung der Studie am Donnerstag in Berlin. Vier von fünf Befragten (81 Prozent) konstatieren eine zunehmende Aggressivität im gesellschaftlichen Umgang.

Konkret erleben 90 Prozent der #GenerationMitte diese Aggressivität im Straßenverkehr. Mit rücksichtslosem und aggressivem Verhalten sehen sich zudem viele Befragte auf öffentlichen Plätzen (59 Prozent) und in öffentlichen Verkehrsmitteln (51 Prozent), aber auch im Internet (54 Prozent) konfrontiert.

Die Umfrage können Sie hier nachlesen. Die Grafiken der Umfrage finden Sie hier.


Leitlinien- und Anforderungskatalog

Leitlinien- und Anforderungskatalog für Praxissemester der akademischen Ausbildung Sicherheit in Unternehmen der Wirtschaft. Autor: KLaus Kapinos (Dozent der ASW Nord)

Dieser Katalog enthält alle für die systematische Reflexion der Theorie-Praxis-Bezüge der akademischen Ausbildung verbindlich gestellten Anforderungen. Er kann Grundlage für Stellenbeschreibungen, Ausschreibungstexte und Vertragsgestaltung und damit wichtige Vorgabe für die Definition sowie Besetzung von Praktika Stellen sein.

Downloadlink: Leitlinien- und Anforderungskatalog.pdf [504 KB]

WIK / ASW Sicherheits-Enquete

Wirtschaft: Angriffe auf IT größter Risikofaktor

Gefährdungen bleiben auf hohem Niveau – Budgets für Sicherheit steigen weiterhin an

Die höchste aktuelle und künftige Gefährdung für die Wirtschaft stellen für eine Mehrheit der Sicherheitsexperten Angriffe auf die IT und Telekommunikation dar. Regelmäßig befragt werden mahr als 250 Führungskräfte aus Unternehmenssicherheit und Sicherheitsdienstleistung. Aber auch die Gefährdungen durch Spionage, allgemeine Kriminalität und Terrorismus bleiben auf anhaltend hohem Niveau und werden nach Meinung der Sicherheitsfachleute in den nächsten Jahren wachsen.

Die Ergebnisse der Studie können Sie hier beziehen:

Externer_Link:_WIK_Zeitschrift_für_die_Sicherheit_der_Wirtschaft 

KPMG: Wenn das Unternehmen zum Tatort wird – Wirtschaftskriminalität in Deutschland

In der neuen Studie der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus 2018 mit dem Titel "Licht ins Dunkel bringen" geben mehr als 700 Unternehmen Auskunft zu Wirtschaftskriminalität.

Bild: KPMG

Manchmal ist es nur eine unscheinbare E-Mail, die erheblichen Schaden anrichten kann. Ein anderes Mal geht es um Betrug oder Korruption. In Deutschland ist etwa jedes dritte Unternehmen von Wirtschaftskriminalität betroffen. Früher oder später kann es jedes Unternehmen treffen. An der branchenübergreifenden Umfrage haben mehr als 700 Unternehmen teilgenommen.

Unternehmen handeln vermehrt präventiv

Doch die Umfrage zeigt auch positive Trends auf. Unternehmen sind sich der Gefahr immer stärker bewusst, holen sich Hilfe von außen, um so gar nicht erst zum Opfer zu werden. Trotz des gestei-gerten Problembewusstseins: Die Bereitschaft, Geld in externe Hilfe zu investieren ist gering.

Die Befragung lässt ebenfalls erkennen, dass das Misstrauen gegenüber Unternehmen, von denen Wirtschaftskriminalität ausging, nochmals größer geworden ist. Die Verwicklung in Wirtschaftskri-minalität kann Geschäftsbeziehungen beenden oder verhindern, dass neue zustande kommen – und diese meistens nur unter strengen Auflagen. Es zeigt sich: Wer als Geschäftspartner attraktiv sein will, muss in Prävention investieren oder mit den entsprechenden Konsequenzen rechnen.

Die Studie können Sie downloaden unter https://hub.kpmg.de/wirtschaftskriminalitaet-2018

 

Warum Berufe nicht gewählt werden

Eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) betont Bedeutung der sozialen Anerkennung.

Bild: BIBB Grafik warum Berufe nicht gewählt werden

Selbst wenn ein Beruf ihren Tätigkeitsinteressen entspricht, neigen viele Jugendliche dazu, ihn bei ihrer Berufswahl fallenzulassen, wenn er ihnen nicht genügend soziale Anerkennung zu vermitteln scheint. Darüber hinaus können ungünstige Rahmenbedingungen während der Ausbildung oder ungünstige Arbeitsbedingungen weitere Gründe dafür sein, einen als interessant wahrgenommenen Beruf gleichwohl auszuschließen. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie, die im Forschungsprojekt "Bildungsorientierungen" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) entstand. Die Ergebnisse beruhen auf einer schriftlichen Befragung von Schülerinnen und Schülern neunter und zehnter Klassen allgemeinbildender Schulen in Nordrhein-Westfalen.
 
Anlass für die Studie war das Problem vieler junger Menschen, am Ende des Jahres ohne Ausbildungsplatz dazustehen, obwohl die Zahl der unbesetzt bleibenden Ausbildungsplätze von Jahr zu Jahr steigt. Angebote der Berufsorientierung, die auf eine Ausweitung des Berufswahlspektrums zielen, waren bisher nur bedingt erfolgreich. Viele Jugendliche klammern Berufe mit Besetzungsproblemen einfach aus, zum Beispiel in der Gastronomie und in Teilen des Handwerks oder in der Pflege.
 
Daher fragt die BIBB-Studie weniger danach, was Jugendliche motiviert, einen bestimmten Beruf zu ergreifen (sogenannte "Attraktionsfaktoren"). Vielmehr interessiert, warum Berufe nicht gewählt werden. Dabei deutet sich an, dass die Nichtwahl von Berufen offenbar anderen Logiken als die Wahl eines Berufes folgt. Als besonders relevanter Faktor, der den Ausschluss eines Berufs aus dem Feld möglicher Berufsoptionen bewirkt ("Aversionsfaktor"), erweist sich die Erwartung einer mangelnden sozialen Passung: Wenn Jugendliche meinen, in ihrem sozialen Umfeld, insbesondere bei ihren Eltern und im Freundeskreis, mit einem bestimmten Beruf nicht gut anzukommen, beziehen sie diesen Beruf nicht mehr in ihre Berufswahl ein - und zwar auch dann, wenn die Tätigkeiten des Berufes mit ihren eigenen beruflichen Interessen übereinstimmen.
 
Daher gilt es, so eine zentrale Schlussfolgerung der BIBB-Studie, in Angeboten der Berufsorientierung Ansehen und soziale Wertschätzung von Berufen mit jungen Berufswählern konsequent zu reflektieren und dabei gerade solche Faktoren in den Blick zu nehmen, die zu einem Ausschluss von Berufen führen können - und nicht nur solche, die Berufe attraktiv machen.
 
Ein Download der Studie erhalten unter dem Link: https://www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/publication/show/9795

 

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